Märkte am Morgen: Getreide

Schwacher Abgang für den Mais


Weizen: Höhere Weizenkurse aus Chicago verhalfen auch dem Matif-Weizen zu einer freundlichen Tagestendenz. Der Mai legte 1,75 €/t auf 154 €/t zu und konnte die Vortagsverluste zumindest kompensieren. Der Frontmonat März verbessert sich nach neuerlichen Glattstellungen um 2,25 €/t auf 143 €/t. Fundamental bleibt alles beim alten. Die Chicagoer Weizenrally dürfte nur kurzfristige Impulse bringen. Am Hamburger Markt wurde Weizen auf Preisbasis Matif-Mai offeriert, die Käufer wollen ein Abschlag von 1,00 €/t durchsetzen.
 
Shortabdeckungen sorgten beim Chicagoer Weizen für grüne Vorzeichen. Die Notizgewinne reduzierten sich bis Börsenschluss aber wieder auf ein Plus von 3 Cent/bushel für den Mai, der mit 4,63 US-$/bushel schloss. Die Fonds halten in Chicago bei Weizen, aber auch bei Mais und Soja, netto-Shortpositionen in Rekordhöhe. Wetterbedenken aufgrund der trockenen Bedingungen in den südlichen US-Plains und zu warme Temperaturen ließen die Fonds wieder Position schließen.
 
Mais: In Chicago profitierte Mais vom festeren Rohöl und höheren Weizen- und Sojakursen. Die Futures schlossen gut behauptet und wurden durch die ansehnlichen wöchentlichen Exportverladungen von 943.000 t US-Mais unterstützt. Mais aus den USA ist zurzeit gegen Südamerika konkurrenzfähig, denn Argentinien ist mit seinen Exportmengen durch und in Brasilien werden zurzeit verstärkt Sojabohnen verladen. Im Februar hatte Brasilien noch einen Exportrekord von 5,4 Mio. t Mais hingelegt.
 
In Paris verabschiedete sich der Märzkontrakt mit einer äußerst schwachen Vorstellung vom Börsenparkett. Nach einem Minus von 9,50 €/t fiel der Schlusskurs auf 136,25 €/t. Der erhebliche Abschlag gegenüber dem neuen Frontmonat Juni, der nach einem kleinen Kursgewinn bei gut 153 €/t notierte, ist ungewöhnlich. Der schwache Abgang des März-Kontraktes an der Matif dürfte von Börsentechnik geprägt sein. (St) 
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