Märkte am Mittag

Schwacher Start in die Woche


Mit der Aussicht auf eine trockenere Spätsommerperiode können die Landwirte alle Vorbereitungen zur Herbstbestellung angehen. Unterdessen gehen die Diskussionen um die geernteten Qualitäten weiter. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hat am Freitag seine erste Ernteschätzung veröffentlicht. Wichtiger als die Menge sind die Inhaltsstoffe.

Auf Basis der ersten Qualitätsanalysen des Max-Rubner-Instituts in Detmold nennt das BMEL einen mittleren Proteingehalt für die Weizenernte 2014 von 12,0 Prozent im Vergleich zu 12,7 Prozent aus dem Vorjahr. Die Fallzahlen zeigen ein gemischtes Bild. Erste detailliertere Aussagen wird das Erntegespräch in Detmold am Donnerstag kommender Woche bringen.

Weltweit nimmt der Angebotsdruck zu. Der Internationale Getreiderat (IGC) hat am Freitag geschätzt, dass die globale Weizenernte in dieser Saison mit 713 Mio. t genauso groß wie im Vorjahr ausfallen wird, das ein Rekordergebnis gebracht hat. Besonders hoch ist die Erwartung in Russland. Auch in der Ukraine zeichnen sich hohe Erntemengen ab. Sorgen, dass es dort wegen des Konflikts mit Russland zu Lieferausfällen kommt, schätzen die Agrarexperten der Commerzbank als weitgehend unbegründet ein.

An den internationalen Börsen war das Geschäft heute ruhig, weil in Nordamerika heute der Feiertag Labor Day begangen wird. In Paris notierte der Weizen am Mittag bei 173,50 €/t und damit 0,75 €/t schwächer als am Freitag. Die Matif-Notierung für Rapssaat verloren ebenfalls. Der November-Termin notierte bei 323,25 €/t und damit um 50 Cent schwächer als zum Ende der Vorwoche. (db)
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