Märkte am Morgen: Ölsaaten

Schwäche bei Raps setzt sich fort

Sojakomplex: Druck vom Sojaöl, schwache Exportverladungen, Gewinnmitnahmen und Rekordbestände an kanadischer Rapssaat ließen Bohnen und Schrot etwas schwächer schließen. Zudem fielen die US-Exportanmeldungen für Sojabohnen mit 99.500 t äußerst dürftig aus. Allerdings nähert sich die Exportkampagne in den USA dem Ende. Zum Erreichen der USDA-Exportziele müssen nur noch 1,5 Mio. t Sojabohnen verladen werden.
Die Sojabohnenaussaat in den USA ist nicht so weit vorangekommen, wie erwartet. Zum Wochenanfang waren erst 5 Prozent der US-Sojabohnen im Boden.
 
Informa hat seine Schätzung für die brasilianische Sojabohnenernte um 650.000 t auf 87,4 Mio. t nach oben korrigiert. Damit nähert sich Informa den USDA-Zahlen an. Die brasilianischen Landschaftsbehörde Conab ging zuletzt allerdings von einer Bohnenernte Brasilien von 86,1 Mio. t aus.
 
Raps: Der Druck auf die Rapsnotierungen hielt an. Der Sojakomplex zeigt wieder stärkere Einflüsse. Die Kurse an der Matif gaben für August 2,25 €/t nach. Für die Folgetermine fielen sie etwas kleiner aus.
 
In Winnipeg fielen die Canola-Kurse bis zu 4,80 Can-$/t für die alte Ernte zurück. Statistics Canada hat zum Stichtag 31. März erwartungsgemäß Rekord-Quartalsbestände von 9 Mio. t Canola-Raps ermittelt.
 
Rohöl: Zur Abwechslung gaben die Rohölnotierungen wieder etwas nach. Brent schloss 0,78 US-$/Barrel schwächer, WTI gab 0,28 US-$/Barrel nach. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China und die Aussicht auf höhere Ölexporte aus Libyen drückten auf die Kurse. Die Entwicklungen der Ukraine werden derzeit gespalten bewertet. Als bärisch gelten die Sanktionen gegen Russland, als bullisch die Verschärfung der Krise in der Ukraine. (St)
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