Märkte am Mittag

Schwächelnder Euro stützt Weizenmarkt

Der Weizen in Paris zeigt sich weiter fest gestimmt. Marktteilnehmer hierzulande nehmen dies zurückhaltend zur Kenntnis.

Mit Währungsverschiebungen begründen Markteilnehmer die aktuelle Entwicklung in Paris. Ein festerer Dollar und damit schwächerer Euro steckten hinter der Aufwärtsbewegung der Kurse.

Die Preise an der Rheinschiene halten ihr bisheriges Niveau von 258 bis 261 €/t franko Niederrhein für Brotweizen. A-Qualitäten können einen Aufschlag von 5 €/t erzielen. Für beide Getreidequalitäten werden Geschäfte abgeschlossen.

Am Oberrhein werden heute 255 €/t franko Mühle genannt, A-Qualitäten erzielen 257 €/t. Das Angebot an Weizen im Südwesten ist eher zurückhaltender einzuschätzen. Erste kleine Geschäft für A-Weizen ex Ernte hat es am Oberrhein zu 200 €/t franko Mühle gegeben.

Futtergetreide am Oberrhein steht weiterhin eher unter dem Eindruck nachgebender Kurse. Lediglich Futterweizen kann sein Niveau halten. Er wird indirekt auch durch die Nachfrage seitens der Mühlen nach Brotweizen gestützt. Futterweizen wird im Moment mit 254 bis 256 €/t bewertet. Für Futtergerste muss noch 220 bis 223 €/t angelegt werden. Mais hat aktuell einen Kurs von 232 bis 235 €/t franko Mischfutterwerk.

Auch wenn in Niedersachsen nur noch von einer kleinen Menge unverkauften Weizens ausgegangen wird, ist laut Marktteilnehmern eine gewisse kontinuierliche Abgabebereitschaft auf dem niedrigeren Preisniveau zu beobachten. Die Sorge vor möglicherweise weiter nachgebenden Kursen seitens der Verkäufer scheint im Moment stärker als die Hoffnung auf einen wieder anspringenden Markt. 253 €/t werden für Weizen im Moment franko Mühle genannt. Für die Landwirtschaft ergibt sich daraus ein Kurs von 242 bis 243 €/t ab Hof.

Weizen in Paris wird heute Mittag im März mit 245,75 €/t und damit 3 €/t fester als gestern gesehen. Mais kann ebenfalls um 2,50 €/t auf 227 €/t zulegen. Selbst der Raps sieht kleine Gewinne von 0,75 €/t im Mai und damit einen Preis von 466,25€/t.

in Chicago stehen die Zeichen bei Weizen und Sojaöl auf grün. Mais hat rote Vorzeichen. Sojabohne und Schrot tendieren uneinheitlich. (dg)
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