Märkte am Mittag

Schwächere Börsenkurse schlagen durch


Die Warenterminmärkte starteten schwächer in die Woche. In Chicago gaben die Weizennotierungen an der elektronischen Börse knapp 5 US-$/t nach - vermutlich im Zuge von Gewinnmitnahmen. Die Matif schloss sich der schwächeren Tendenz an. In Paris notierte der Weizen am späten Mittag bei 208,50 €/t und damit 3 €/t schwächer als am Vortag.
 
An den Kassamärkten regt sich zum Wochenanfang nur wenig. Die schwächeren Börsennotierungen schlagen sich in etwas niedrigeren Brief- und Geldkursen für Weizen nieder. Vereinzelt lässt sich auf gedrücktem Preisbasis an der Rheinschiene wieder etwas Kaufinteresse von Mühlenseite ausmachen. Bei einer Null-Prämie für April/Juli auf die Matif-Mai-Notierung sind einzelne Verarbeiter wieder für Teillieferungen bei Weizen ansprechbar. Doch die Verkäufer halten sich erst einmal bedeckt.
 
An den Futtergetreidemärkten gaben die Weizenpreise im Südoldenburger Raum und in Westfalen zum Wochenstart etwa 2 €/t nach. Allzu großes Kaufinteresse erwecken die rückläufigen Getreidepreise allerdings kaum. Die Gebote waren halbherzig, denn die Käufer hoffen nun, dass sich die Preise weiter abschwächen. Andererseits sehen auch die die Abgeber keinen nennenswerten Handlungsbedarf. Frachtfrei Südoldenburg wurden gegen Mittag Geldkurse von 207 €/t für Futterweizen genannt. Die Briefkurse bewegten sich 2 €/t darüber. Für Futtergerste wollten die Käufer in den Veredlungsregionen Westfalens und Südoldenburgs 196 €/t für April/Juni anlegen.
 
Auch die Rapspreise  setzen am Kassamarkt die schwächeren Vorgaben des Chicagoer Sojakomplexes um. An der Matif fiel die Mainotierungen am späten Mittag 4 €/t ins Minus und auf 398,50 €/t. Nach den lebhaften Umsätzen der vergangenen Wochen sehen weder Käufer noch Abgeber derzeit größeren Handlungsbedarf. Konkrete Ansätze und Unterhandlungen ließen sich kaum ausmachen. Die Kassamarktprämien auf die Matifnotierung blieben für die alte Ernte und für August/Oktober zwischen 8 und 10 €/t im Westen zudem unverändert, so dass sich die gedrückten Börsenkurse eins zu eins am Kassamarkt niederschlugen. (St)
 
stats