Märkte am Morgen: Ölsaaten

Schwächere Stimmung im Markt

Sojakomplex: Nach Veröffentlichung der USDA-Zahlen konnte der Sojakomplex zumindest die größten Tagesverluste etwas kompensieren. Die Bohne schloss im vorderen Bereich 2 Cents/Bushel und für die neue Ernte 3,2 Cents/Bushel schwächer. Schrot notierte bis zu 2,1 US-$/short-ton im Minus. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hatte die  Bestände an US-Sojabohnen zum Ende dieser Kampagne etwas stärker als die Markterwartungen nach unten korrigiert. Mit einem Endstand von 9 Mio. t bleibt die US-Bilanz allerdings sehr komfortabel. Die argentinische Sojabohnenernte wurde um 1 Mio. t auf 59,5 Mio. t oben korrigiert und entsprach den Erwartungen des Marktes.
 
Für die kommende US-Sojabohnenernte lassen sich erst Ende Juni etwas detailliertere Vorzeichen erwarten, wenn das USDA seine korrigierten Flächenschätzungen für diese Kampagne vorlegt. Die groben Aussichten für die neue Kampagne sind allerdings bärisch, denn nach der derzeitigen Prognose des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums könnten die Sojabohnen-Endbestände in der kommenden Saison um 10 Mio. t auf einen Rekordwert von 93,2 Mio. t ansteigen.
 
Raps: Der festere Euro und Gewinnmitnahmen im Vorfeld des USDA-Reports brachten die Matif-Notierungen unter Druck. Die vorderen Termine gaben bis zu 2 €/t nach. Der August notierte bei Börsenschluss mit 371 €/t. Auch die seit Tagen wieder rückläufigen Palmölnotierungen drückten auf die Raps-Futures.
 
In Winnipeg gaben die beiden vorderen Termine mit den schwächeren Sojabohnennotierungen leicht nach. Die Termine im neuen Jahr konnten sich für Canola-Raps dagegen behaupten.
 
Rohöl: Mit Kursgewinnen von 0,82 US-$/Barrel für Brent Crudeöl und 1,29 US-$/Barrel für WTI-Öl setze Rohöl nach einer wechselhafteren Sitzung die festere Tendenz der Vortage fort. Vor allem der schwächerer US-Dollarkurs aber auch der Rückgang der wöchentlichen US-Rohölbestände um 6,8 Mio. Barrel dürften die Anleger zu neuen Käufen animiert haben. Die Commerzbank kann allerdings keine nachvollziehbaren Gründe für den Stimmungsgetriebenen Preisanstieg der Vortage ausmachen. (St) 
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