Märkte am Mittag

Schwächere Tendenz bei Weizen


Der Weizenmarkt befindet sich noch auf der Suche nach einer neuen Orientierung für die alterntigen Kassapreise. Ein gravierender Preisbruch deutet sich nach dem Auslaufen des Mai-Kontraktes an der Matif aber bisher nicht an. Die Preise im Westen waren jedoch nominell etwas niedriger, bedingt durch schwächere Offerten aus Frankreich. Französischer Weizen wurde mit 252 bis 253 €/t für die alte Ernte cif-Niederrhein offeriert.
 
„Abgeleitet davon könnte ein Weizenpreis franko westdeutsche Mühlen von 255 €/t möglich sein“, rechnet ein Getreideeinkäufer einer Mühle. Ernsthafte Unterhandlung zu diesem Niveau wurden allerdings noch nicht geführt. Einzelne westdeutsche Mühlen sind für die alte Ernte bereits komplett versorgt, andere bekunden nur Kaufinteresse für Restmengen. In der vergangenen Woche wurden für Weizen franko Mühle im Westen noch 258 €/t bezahlt.

Kaum Aktivitäten für neue Ernte

 
Die neue Ernte notierte an der Matif am späten Mittag für November und Januar mit 209 €/t. Aktivitäten und Unterhandlungen an den physischen Märkten für die neue Ernte ließen sich nicht beobachten. Die nominellen Quotierungen franko rheinische Mühlen lagen für September/Dezember bei 211 bis 212 €/t.
 
Die Futterweizenmärkte tendierten unterschwellig etwas schwächer. Franko Südoldenburg wurde Futterweizen zwar mit 253 €/t und auf den zuletzt bezahlten Niveaus offeriert, doch die Geldstellen haben sich auf 250 €/t reduziert. Ernsthafte Versuche, diese Differenz zwischen Geld und Brief zu überbrücken, fanden jedoch kaum statt.

Marktteilnehmer analysieren USDA-Zahlen

 
Die Resonanz auf den USDA-Report an den Getreidemärkten war verhalten. Viele Teilnehmer waren noch dabei, die Zahlen zu analysieren. „Bei Weizen gab es für die US-Ernte keine allzu große Überraschung. Bei Mais und Soja ist noch viel Kaffeesatzleserei dabei, denn der Mais ist noch nicht einmal ausgesät“, meinte ein nordwestdeutscher Händler.
 
An den Ölsaatenmärkten scheinen sich die Rapspreise für die neue Ernte weiter zu stabilisieren. Die freundlichere Tendenz für Raps setzte sich zum Wochenanfang fort. Der August notierte an der Matif gegen Mittag bei 427,25 €/t und damit 2,50 €/t fester als am Vortag. Die Kassapreise für ex Ernte/August lagen zu den westdeutschen Ölmühlen und am Oberrhein auf ähnlichem Niveau oder geringfügig darunter. (St)
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