Fleischmarkt

Schweinefleischexporte der USA schwächeln


Die USA exportierten im August 184.000 t Schweinefleisch, das waren 2 Prozent weniger als im August 2016. Bereits im Juli war die Exportmenge unter den Wert des Vorjahres gefallen, berichtet die U.S. Meat Export Federation (USMEF). Dank einer guten Bilanz aus dem ersten Halbjahr befindet sich die Branche aber für 2017 weiter auf Rekordkurs. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden 1,61 Mio. t. Schweinefleisch (plus 9 Prozent) exportiert. Damit gingen 26,9 Prozent der Produktion an Kunden im Ausland.

Marktanteile in Japan gehalten

USMEF-Chef Philip Seng sieht die Branche trotz der guten Zwischenbilanz vor großen Herausforderungen. Der internationale Wettbewerb werde immer härter. Deshalb müssten weiterhin aggressiv neue Absatzmöglichkeiten gesucht werden, sowohl in den traditionellen Märkten als auch in den Schwellenländern. Erneut gestiegen sind im August die Ausfuhren nach Mexiko. Verringert hat sich dagegen der Absatz auf dem umsatzstärksten Exportmarkt Japan. Die Menge sank um 9 Prozent auf 32.000 t, die Erlöse gingen um 7 Prozent auf 140 Mio. US-$ zurück. Auf das Gesamtjahr bezogen liegt die Exportmenge um 1 Prozent höher, die Erlöse stiegen um 4 Prozent.

Nachfrage in Korea steigt weiter

Wie auch die EU profitierten die USA von der steigenden Nachfrage in Korea. Die Ausfuhren konnten in den ersten acht Monaten um 27 Prozent auf 111.000 t gesteigert werden. Schwierig bleibt dagegen das Chinageschäft. Im August wurde 35.000 t exportiert, das waren 8 Prozent weniger als im August 2016. Die USMEF sieht aber auch positive Signale, denn gegenüber dem Juli konnten die Exporte um 8 Prozent zulegen.

Südamerika verdoppelt Importe

Getragen von einer starken Nachfrage in Kolumbien, Chile und Peru verdoppelten sich die Ausfuhren nach Südamerika von Januar bis August auf 64.000 t. Auch bei den Exporten nach Mittelamerika und nach Südostasien peilen die USA für 2017 neue Rekordmarken an. (SB)
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