Hauspreise

Schweinemarkt unter Druck


Der Schlachtschweinemarkt in Deutschland steht unter Druck. Große Schlachtunternehmen wie Vion, Tönnies, Danish Crown und Vogeler haben auf die VEZG-Notierung vom vergangenen Mittwoch mit Hauspreisen reagiert. Statt 1,31 €/kg Schlachtgewicht (SG) zahlt die Schlachtbranche nur 1,26 €/kg SG. Begründet wird die Maßnahme mit zu geringen Erlösen. Das Preisdumping am Teilesektor als Folge fehlender Absatzalternativen im Export hat in Europa ein bisher nie da gewesenes Niveau erreicht, berichtet das AIZ Wien. Bei der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands spricht man von einer „dramatischen Zuspitzung der Situation“.

Am morgigen Dienstag trifft sich die Branche bei der Mitgliederversammlung der ISN in Osnabrück. Dort wird die aktuelle Marktsituation das beherrschende Thema sein. Als Gastredner wird Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erwartet. Der hatte sich jüngst mit seiner Forderung nach einer Lockerung des Russlandembargos auf die Seite der Schweinehalter gestellt, die besonders vom russischen Gegenembargo für Lebensmittel betroffen sind. (SB)
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