Auftrieb

Schweinepreise ziehen an


Die Notierungen in vielen Ländern gehen in der neuen Schlachtwoche mit gewaltigen Preissprüngen hoch und gleichen so einen Teil der massiven Kursrückgänge der vergangenen Wochen wieder aus. Das frühlingshafte Wetter mit milden Temperaturen am Wochenende zuvor hatte für den ersten Impuls bei der Grillfleischnachfrage gesorgt und den Fleischgeschäften den nötigen Rückenwind verschafft, beschreibt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, die Situation.

Der Preisanstieg in Deutschland von beachtlichen 13 Cent/kg Schlachtgewicht (SG) habe auch für andere Länder die Richtung vorgegeben. Damit rangiert Deutschland im europäischen Preisgefüge der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsländer den Angaben zufolge auf Rang 2 hinter Spanien. Zuletzt war laut ISN im Zuge der Dioxinkrise Anfang 2011 ein so hoher Anstieg umgesetzt worden. Deutsche Schlachtunternehmen seien angesichts der Entwicklung „ein wenig verschnupft", was jedoch angesichts des knappen Lebendangebots keine Auswirkungen habe.

Die niederländische Notierung folgte wie gewohnt im deutschen Fahrwasser und legte um korrigierte 12,3 Cent/kg SG zu, Belgien um 12,4 Cent/kg SG. Deutlich moderater seien die Kursanstiege in Dänemark und Frankreich ausgefallen.
Beim Spitzenreiter Spanien bewegten sich die Preise bei ausgeglichener Marktlage seitwärts. Die Spanier hofften auf ein positives Ergebnis der derzeit laufenden Inspektionsbesuche russischer Veterinäre und eine baldige Öffnung des russischen Marktes für den Export von Schweinefleisch.

Hierzulande dürfte das Angebot an schlachtreifen Schweinen auch in der laufenden Woche klein bleiben. Die Wettervorhersagen fallen zum Wochenende recht vielversprechend aus, sodass wieder das ein oder andere Steak seinen Weg auf den Grill finden wird. Ein Einbruch der gerade angelaufenen Fleischgeschäfte sei nicht in Sicht. Aus heutiger Sicht rechnet die ISN daher mit einer festen Preisentwicklung. (Sz)
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