MARS-Report

Schwierige Bedingungen für die Herbstaussaat in Europa


Bei der Aussaat von Weichweizen, Wintergerste und Roggen kam es vor allem im Vereinigten Königreich, Irland, Schweden, Dänemark und den küstennahen Regionen der Niederlande und Norddeutschlands zu deutlicheren Verzögerungen. Das geht aus dem jüngsten MARS-Report der EU-Kommission am Montag hervor. In den anderen Teilen Deutschlands, in Polen, der Slowakei und Belarus hingegen sei die Wintergetreideaussaat gut vorangekommen und nahezu abgeschlossen. Im Baltikum, Finnland und Bulgarien wiederum habe Nässe den Landwirten Probleme bei der Befahrbarkeit der Felder bereitet.

Spanien und Portugal brauchen Regen

Das umgekehrte Problem herrscht in Norditalien, der Ukraine sowie in Spanien und Portugal. In Norditalien ist das trockene Wetter für die Entwicklung der Feldbestände nachteilig, heißt es weiter in dem Bericht. In der Ukraine hat Trockenheit im September dazu geführt, dass sich die Aussaat in den wichtigen Anbaugebieten für Wintergetreide im Osten verzögert hat. Regenfälle seit Anfang Oktober haben sich hier jedoch den Experten zufolge positiv bemerkbar gemacht. In Spanien und Portugal hat die trockene Witterung den Start der Aussaat nach hinten verschoben.
 
Hitze im Südwesten, Trockenheit im Osten und zu viel Regen im Norden Europas behindern die Aussaat.
-- , Karte: AGRI4CAST
Hitze im Südwesten, Trockenheit im Osten und zu viel Regen im Norden Europas behindern die Aussaat.

Zu spät für Raps in Norddeutschland

Die Aussaat von Winterraps ist unterdessen in Frankreich früher als üblich und ohne größere Probleme vonstattengegangen, heißt es weiter. In allen anderen Anbaugebieten, darunter auch in den meisten Teilen von Deutschland, habe Nässe während der Aussaat für Schwierigkeiten gesorgt. Dennoch waren die Bedingungen für die jungen Rapspflanzen im Großen und Ganzen gut, heißt es in dem MARS-Report.

In Frankreich und in Südwestdeutschland seien die Bestände in guter Verfassung. In einigen Regionen in Norddeutschland sei die Aussaat jedoch nicht mehr rechtzeitig erfolgt, sodass die Flächen für andere Feldfrüchte genutzt werden müssten. (pio)
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