Märkte am Morgen: Ölsaaten

Shorteindeckungen bringen Soja hoch

Sojakomplex: Die Sojabohnenkurse in Chicago profitierten von Shortabdeckungen. Auf den vorderen Terminen legten die Bohnen allesamt 14,4 Cent/bushel zu. Der Januar schloss bei 8,77 US-$/bushel und bügelte seine zwischenzeitliche Notizverluste wieder aus. Sojaschrot legte für Januar 6 US-$/short ton zu und arbeitete sich wieder auf 276 US-$/short ton hoch.
 
Angeheizt wurden die technischen Käufer durch Spekulationen über mögliche Wetterprobleme in Brasilien und gute Exportaufträge der USA. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 888.000 t Sojabohnen für die laufende Kampagne waren zwar nicht extrem hoch, doch die Nachricht eines neuen Kauf Chinas von 424.000 t Sojabohnen schlug positiv zu Buche. Das US-Analystenhaus Informa hat zudem seine Schätzung für die kommende US-Sojabohnenanbaufläche auf 84,5 Mio. t acres reduziert. Es liegt damit aber immer noch 2,5 Mio. etwas höher als die USDA-Prognose.
 
Spekulationen über mögliche Wetterprobleme in Brasilien machten zudem an der Börse die Runde. Laut den Wetterberichten soll es in Teilen Brasiliens, vor allem in den nördlicheren Region und Teilen der zentralen Anbaugebiete, in den kommenden Tagen trocken bleiben. Die Abwertung des argentinischen Pesos tangierte die Akteure in Chicago dagegen weniger, auch wenn der Peso am Vortag schon 30 Prozent gegenüber dem US-Dollar verlor und die argentinischen Sojabohnen am Weltmarkt verbilligt.
 
Raps: An der Matif konnten sich die Rapsnotierungen wieder etwas fangen. Der Februar beendete bei einem Schlusskurs von knapp 368 €/t die Talfahrt der Vortage. Die weiteren Termine gaben leicht nach.
In Winnipeg notierte Canola-Raps dagegen aufgrund der erneut rückläufigen Sojaölnotierungen in Chicago etwas schwächer. Der Januar hielt sich noch bei 471 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Palmölpreise scheinen sich etwas zu fangen. Am Vortag fielen die Verluste nicht mehr ganz extrem aus. Heute Morgen stehen wieder hellgrüne Vorzeichen am Palmöl.
 
Rohöl: Am Rohölmarkt ging es noch einmal abwärts. WTI-Öl fiel auf unter 35 US-$/Barrel, Brent-Crudeöl notierte zeitweise unter 37 US-$/Barrel, konnte bei Börsenschluss aber diese Marke halten. Analysten gehen inzwischen davon aus, dass sich das Überangebot an Rohöl erst im letzten Quartal 2016 abbauen wird. (St) 
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