Märkte am Morgen: Getreide

Shorteindeckungen geben Auftrieb

Weizen: Festere Vorgaben aus Übersee und technische Käufe ließen den Matif-Weizen  fester schließen und sich postwendend erholen. Der März schaffte nach einem Plus von 3,50 €/t und einem Schlusskurs von 169 €/t für März €/t wieder die Sprung über sein Stützungsniveau. Der Mai notierte ebenfalls fester und schloss mit 170,25 €/t. Die  europäischen Weizen-Futures der CME notierten uneinheitlich. Der März hielt sich knapp unter 182 € gut behauptet und hält eine erhebliche technische Prämie auf den Matif-Future.
 
Der europäische Weizenmarkt wartet auf das Ergebnis des neuen Weizen-Tenders Algeriens. Algerien gilt als einer der wichtigsten Absatzmärkte für den europäischen Weizenexport. Der zuletzt festere Euro dämpft die Exportaussichten etwas. Am Hamburger Markt haben sich Kassa-Prämien für Weizen Basis 12 % Protein leicht erhöht. Je nach Geld-oder Briefseite lagen sie zum Wochenauftakt bei 4,50 bzw. 5,50 €/t über Matif-März.
 
In Chicago knüpfte Weizen mit einer kleinen Rallye an den festen Vortag an. Die Kurse legten bis 13 Cent/bushel zu, der Frontmonat schloss mit 4,34 US-$/bushel. Shorteindeckungen der Fonds zum Monatsanfang sorgten für Auftrieb. Die Fonds halten in Chicago umfangreiche Short-Positionen und sind auch künftig für kurze Rallys gut.
 
Der russische Agrarminister macht sich keine allzu großen Sorgen über Auswinterungsschäden. Zuvor waren mögliche Frostschäden auf einer Fläche von 700.000 bis 900.000 ha befürchtet worden.
 
Mais: Auch bei Mais brachten Shorteindeckungen die Kurse bis zu 9 Cent/bushel nach oben. Der März schloss mit 3,68 US-$/bushel. Hinzu kam der übergreifende Einfluss von festen Weizen- und Sojanotierungen. Zusätzlich profitierten Börsenkurse von einer Rekord-Ethanolproduktion in den USA von 10,06 Mio. Barrel/Tag. Auch eine enge EU-Maisbilanz und verhaltene Maisverladungen in Brasilien stützen den Chicagoer Terminmarkt.
 
Die EU-Kommission geht für dieses Wirtschaftsjahr von einer engen Maisbilanz aus. Nach ihrer aktualisierten Prognose werden die Maisbestände in der EU zum Ende des Wirtschaftsjahres mit 10 Mio. t nun 5,9 Mio. t niedriger als ausfallen, als zuletzt taxiert.  Als Ursache macht die EU-Kommission unter anderem einen höheren Maisbedarf für die europäische Ethanolproduktion von 1,2 Mio. t aus. An der Matif notierte der März nach einem leichten Plus mit 170 €/t. (St)
 
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