EU-Schweinemarkt

Signal aus Deutschland fehlt


Trotz überschaubarer Angebotslage treten die Notierungen für Schlachtschweine in der EU seit drei Wochen auf der Stelle. So bewegt sich der Großteil der europäischen Notierungen seitwärts, stellt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Damme heraus.

In der laufenden Schlachtwoche habe das dänische Schlachtunternehmen Danish Crown hierzulande „erfolgreich" den erwarteten Preisanstieg verhindert. Solange kein Signal aus Deutschland kommt, könnten auch die Notierungen in den Nachbarländern nicht anziehen.

Einen Preisabschlag von korrigierten 4,5 Cent/kg Schlachtgewicht (SG) mussten laut ISN die französischen Schweinehalter verbuchen. Die Franzosen hätten mit der wetterbedingt schwachen Inlandsnachfrage und dem niedrigeren Preisniveau in anderen EU-Ländern zu kämpfen. Das wirke sich negativ auf das französische Exportgeschäft aus.

Bedingt durch die knapp ausgeglichene Versorgungslage bleibt die Stimmung weiterhin freundlich, beschreibt die ISN die Tendenz für den hiesigen Markt. Auch in den kommenden Tagen würde das Angebot nicht umfangreich ausfallen und die Vermarkter seien noch aufnahmefähig. Besseres Wetter mit entsprechender Grillfleischnachfrage könnte dem Markt endlich auf die Sprünge helfen. (Sz)
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