Geschlossen

Silos in Rouen laufen über


Der französische Silobetreiber Socomac, eine Tochtergesellschaft der Soufflet-Gruppe schließt seine Silos für mögliche Weizen-Andienungen aus dem aus Novemberkontrakt. „Aufgrund der kleineren Exportverladungen und zu geringen Lagerkapazitäten werden die Silos bis auf weiteres geschlossen“, heißt es sinngemäß in einem Schreiben des Lagerhalters. Senalia, der andere große französische Lagerbetreiber in Rouen, hatte bereits im September eine entsprechende Erklärung veröffentlicht.
 
Die Nachricht sorgte im Markt für erhebliche Verunsicherung und wirft Fragen auf, wie die Andienungen aus dem Novemberkontrakt abgewickelt werden sollen. Nach einem Statement der Euronext sind die Partien, die bereits in den Silos lagern, von dem Stopp aber nicht betroffen  und können angedient werden. Die Tatsache, dass die Silos bereits 20 Tage vor der dem Auslaufen des November-Kontrakts voll sind, werten Händler als Indiz, das im Vorfeld schon große Partien speziell für die Andienung in die Silos verbracht wurden.
 
Die Matifnotierungen scheinen für viele französischen Händler attraktiver sein, als die Preise, die sie für vergleichbare Weizenqualitäten am Kassamarkt erzielen können. Die französische Weizenernte leidet in diesem Jahr unter schlechten Qualitäten. Bereits im August hatten die beiden großen französischen Lagerbetreiber beschlossen, nur noch Weizenpartien anzunehmen, die mindestens Fallzahlen von 170 Sekunden und Proteinwerte von Minimum  10,5 Prozent aufweisen. (St) 
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