Märkte am Mittag

Skepsis über höhere Preise


Mit der Sojarally haben sich die Rapspreise an der Matif und an den physischen Märkten befestigt. Bei Börseneröffnung sprang die Rapsnotierungen in Paris für Sekunden bis zu 15,00 €/t nach oben, fiel dann aber wieder auf ein Plus von um die 6,00 €/t zurück. Im Mittagshandel notierte der November-Kontrakt an der Börse bei rund 328,00 €/t und damit deutlich fester als am Vortag.
 
Am Kassamarkt lösten die gestiegenen Rapspreise an der Börse keine neuen Aktivitäten aus. Es wurde allerdings versucht, die Prämien auf die Matif-Notierungen um 1,00 €/t nach unten zu drücken. Im Westen wurden auf die Matif-Notierungen franko Niederrhein Prämien von 5,00 €/t für November/Dezember und von 4,00 bis 5,00 €/t für die Termine im neuen Jahr genannt. Die potentiellen Käufer halten sich zurück, denn da Raps ausreichend vorhanden ist, fehlt nachhaltiges Vertrauen in die festeren Preise.
 
Auch bei den Mühlen und beim Getreidehandel stoßen die jüngsten Kurssprünge auf Skepsis. Abwarten ist bei den meisten angesagt. An der Matif notierte der Novemberweizen am späten Mittag bei 168,00 €/t um 3,00 €/t höher als am Vortag. Unter dem Strich hat sich zum Wochenanfang kaum etwas bewegt, denn die Vortagsverluste wurden wieder wettgemacht.
 
Die Nachfrage nach Futtergetreide hält weiterhin an. Vor allem Gerste wurde in den Veredlungsregionen zuletzt lebhafter gehandelt. Die Preise für Futtergerste bewegen sich im westdeutschen Raum zwischen 166,00 bis 168,00 €/t für das alte Jahr. Das Angebot an Futterweizen bleibt bei lebhafter Nachfrage weiterhin knapp. Verfügbare Partien wurden gesucht. Die Abgeber halten sich zwar zurück, doch das überschaubare Angebot ist zu einem Großteil Logistikproblemen geschuldet. Da im nordwestdeutschen Raum Futterweizen in der Regel franko gehandelt wird, fehlen aufgrund der Zuckerrübenernte die entsprechenden Transportmöglichkeiten.
 
Der Paukenschlag an der Chicagoer Börse bei Sojaschrot hat die Notierungen kräftig ansteigen lassen. Je nach Parität haben sich die Sojaschrotpreise im Nordwesten für das alte Jahr zwischen 20,00 €/t und in der Spitze bis zu 30,00 €/t befestigt. Auch für die Termine im neuen Jahr wurden die Forderungen für Sojaschrot zweistellig angehoben. Rapsschrot hat sich ebenfalls verteuert, doch die Preise zogen ab den westdeutschen Ölmühlen nur zwischen 6,00 und 8,00 €/t gegenüber dem Wochenanfang an. (St) 
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