Märkte am Morgen: Ölsaaten

Soja- und Rapskurse bessern sich auf

Sojakomplex: Die Sojabohnen profitierten von besser als erwarteten Crush-Zahlen in den USA und einer kleinen Pflanzenöl-Rallye. Die Julibohne macht 3 Cent/bushel auf 9,35 US-$/bushel gut. Sojaöl legte 65 Punkte zu. Schrot muss Spreads gegen festeres Sojaöl Tribut zollen und gab für Juli leicht auf knapp 301 US-$/short ton nach. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 340.000 t Sojabohnen wurden zudem vom Markt positiv aufgenommen, lassen Sie doch trotz der Nachfrageverschiebung auf Südamerika weiterhin stetige Nachfrage für US-Bohnen erkennen. Heute Morgen bewegt sich die Sojabohne erneut unter grünen Vorzeichen.


In Brasilien hat die schwächere brasilianische Währung Real zu größerer Verkaufsbereitschaft der dortigen Farmer geführt. Für Argentinien hob die Börse in Rosario ihre Schätzung der Sojabohnenernte auf 57,3 Mio. t an, blieb aber 500.000 t unter der aktuellen USDA-Zahl. 


Raps: Das Umfeld von Soja, Pflanzenöl und Währungseinflüssen mit einem festeren US-Dollarkurs ließen die europäischen Rapsnotierungen wieder anziehen. Der August machte 2,75 €/t auf 360,75 €/t gut. Die übrigen Termine legten ebenfalls zu. 
Auch in Winnipeg legte Canola-Raps zu. Der Juli schloss nach einem Plus von 3,40 Can-$ mit 513 Can-$/t. Gestützt wurde die festere Tendenz durch die enge kanadische Rapsbilanz für die laufende Kampagne. 


Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia zeigen Erholungstendenzen. Die Kurse schlossen zum zweiten Mal hintereinander fester und bewegen sich heute Morgen erneut unten grünen Vorzeichen. Ernteunterbrechungen durch den Ramadan und lokale Feiertage ließen die Produktion und die Palmölexporten aus Malaysia in der ersten Hälfte dieses Monats zurückgehen. 


Rohöl: Mit kleineren Kursverlusten setzt sich am Vortag die schwächere Stimmung fort. In den beiden vorangegangenen Sitzungen verlor Brent Crudeöl 1,80 US-Barrel und fiel auf rund 47 US-$/Barrel. WTI verlor sogar noch etwas mehr. Überraschend gestigene US-Benzinbestände zu Beginn der Urlaubssaison hatten die jüngste Abwärtskorrektur eingeleitet. Verstärkt wurde der Druck durch Berichte der Internationalen Energieagentur IEA, wonach die Ölproduktion außerhalb des Opec-Kartells die Nachfragemöglichkeit im kommenden Jahr übersteigen soll. (St) 

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