Märkte am Morgen: Ölsaaten

Soja-Aussaat in Brasilien kommt voran

Sojakomplex: In Chicago stehen am Ende des gestrigen Handelstages für die Sojabohne Gewinne von 3 Cent und ein Schlusskurs von 9,58 US$/bushel. Sojaschrot gibt um 50 Cent auf 311 US-$/short ton nach. Die gute Nachfrage aus dem Ausland erfreut die Händler. Bei den Exporten nach China sorgen Qualitätsprobleme für Diskussionen. Bohnen aus des südlichen Anbaugebieten in den USA haben offenbar durch die Hurricanes Schaden genommen. Wünsche der Exporteure, die Qualitätsanforderungen abzusenken, seien von chinesischer Seite abgelehnt worden, berichtet Reuters.

In Brasilien können die Farmer endlich mit der Sojabohnenaussaat durchstarten. Nach den jüngsten Regenfällen haben sich die Aussichten für die neue Ernte deutlich verbessert. Die brasilianische Branchenorganisation Abiove sieht deshalb keine Gründe ihre Prognose von 108,5 Mio. t nach unten zu korrigieren. Im Bundesstaat Paraná sind die Bohnen auf gut 7 Prozent im Boden, im Vergleich zu 17 Prozent im Vorjahr. In Mato Grosso hat die Aussaat gerade erst begonnen, dort waren im vergangenen Jahr bereits 6,5 Prozent bestellt. In ganz Brasilien sind die Bohnen auf 1,5 Prozent gesät, das ist nur ein relativ kleiner Abstand zum Fünfjahresschnitt von 2,3 Prozent. Die Landwirte sind deshalb optimistisch, dass der Rückstand schnell aufgeholt werden kann.

Die Ukraine hat ihre Sojaexporte im Wirtschaftsjahr 2016/17 (September-August) um 22,7 Prozent auf 2,9 Mio. t gesteigert. Wichtigster Abnehmer blieb die Türkei, die allerdings Einfuhren von 928.000 t auf 749.000 t reduziert hat. Die EU und der Iran steigerten ihre Einfuhren aus der Ukraine dagegen deutlich.

Raps: Die Vorgaben auch Chicago helfen auch dem europäischen Raps, der an der Matif mit einem Gewinn von 1 € bei 368 €/t aus dem Handelstag geht. Auch Canola konnte leicht zulegen. Der November stieg in Winnipeg um 30 Cent auf 493,40 Can-$/t.

Palmöl: Nach vier roten Tagen schlossen die Palmölfutures am Mittwoch wieder mit einem Plus. Der Oktober legte um 23 Ringgit auf 2.427 MYR/T zu und steht auch heute Morgen mit 17 Ringgit im grünen Bereich. Technische Käufe und die Hoffnung auf eine höhere Nachfrage in Afrika und Indien stützen die Kurse. Wegen des hohen Kursniveaus Mitte September hatten viele Käufer ihre Bestellungen verschoben und werden nun wider aktiv. 

Rohöl: Sinkende Lagerbestände in den USA stützen den Ölpreis. Andererseits werden steigende Fördermengen der OPEC-Länder registriert. Analysten rechnen für den September mit einer Ausweitung der Produktion um 50.000 bis 150.000 barrel pro Tag. Brent gab gestern um 20 Cent auf 55,80 US-$/barrel nach, WTI verbilligte sich um 44 Cent und schloss bei 49,89 US-$/barrel.

Euro/US-Dollar: Der Euro konnte sich gestern auf niedrigem Niveau stabilisierten. Die Bestrebungen Kataloniens nach einer Abspaltung von Spanien sorgen weiter für Verunsicherung. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1755 US-$. (SB)
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