Insgesamt wird sich die Ölsaatenernte in Russland in diesem Jahr auf 14 Mio. t belaufen, so die Erwartungen aus dem Moskauer Ministerium. Die Ernte des Vorjahres wird auf 13,8 Mio. t beziffert. Bislang sind bereits mehr als 12 Mio. t gedroschen worden. Diese Summe setzt sich zusammen aus 9,1 Mio. t Sonnenblumen, 2,6 Mio. t Soja, 1 Mio. t Raps sowie Lein, Senf und Leindotter.

Als Erfolgsgeschichte präsentiert das Ministerium den Anbau von Soja: Die Fläche hat seit 2010 um 70 Prozent zugelegt auf knapp 2 Mio. ha. Die Erntemenge hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt von den damaligen 1,2 Mio. t. Der Durchschnittsertrag liegt mittlerweile bei 13,9 dt/ha, nachdem vor fünf Jahren erst 11,8 dt/ha gedroschen wurden. Die wichtigsten Anbaugebiete sind die Amur-Region sowie die Regionen Belgorod und Krasnodar. Ein weiteres dynamisches Wachstum des Soja-Anbaus wird erwartet.

Die Rapserträge in Russland fallen hingegen schwächer aus als im vorigen Jahr mit 12,5 dt/ha nach 14,3 dt/ha 2014. Auch der Erntestand mit knapp 85 Prozent gedroschener Fläche ist im Vergleich zu den anderen Ölsaaten im Rückstand.

Aus der Ernte soll nach den Plänen der Regierung kräftig exportiert werden. Neben einem Eigenbedarf von 2 Mio. t Öl stehen nach der Ernte und Verarbeitung 2,4 Mio. t pflanzliche Öle für den Export bereit. (brs)
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