Märkte am Morgen: Ölsaaten

Soja erhält wieder Auftrieb

Sojakomplex: Ein festerer US-Dollarkurs, Exporthoffnungen für die US-Bohnen, Short-Eindeckungen zum Monatsende und Wettermarkt-Spekulationen gaben dem Chicagoer Sojakomplex wieder Auftrieb. Die Bohnen legten für die beiden vorderen Termine um die 29 Cent/bushel zu. Der Novemberkurs schob sich wieder auf die psychologische Marke von 10 US-$/bushel hoch. Sojaschrot legte im Frontmonat 8,5 US-$/short ton auf 350 US-$/short ton zu. Sojaöl notierte ebenfalls deutlich fester.
 
Die kleine Rally wurde auch von Spekulationen über mögliches neues Interesse der Anleger getragen, zumal die Sojabohnenkurse im Juli wieder deutlich zurückgekommen sind und die größten Monatsverluste seit zwei Jahren hinnehmen mussten. Die Fonds halten bei der Bohne mit 120.000 Kontrakten trotz der vorangegangen Liquidationswellen noch immer umfangreiche long-Positionen.
 
In Argentinien zeichnet sich nach Einschätzung des Handelshauses Bunge für 2016 aufgrund der kleineren Sojabohnenernte ein deutlich kleinerer Soja-Crush ab, als im Vorfeld erwartet wurde.
 
Raps: Der europäische Rapsmarkt schloss uneinheitlich. Der August verlor an seinem letzten Handelstag durch Technik 1,50 €/t und verabschiede sich mit einem Schlusskurs von 357 €/t vom Börsenparkett. Der November legte leicht auf 362 €/t zu. Die übrigen Termine schlossen bei wenig geänderten Vorzeichen neutral.
 
In Winnipeg profitierte Canola-Raps vom festen Sojakomplex, setze die Rally aber nur moderat um. Der Novemberkurs stieg um 2,70 Can-$/t auf 454 €/t.
 
Palmöl: Der schwankende Kursverlauf hielt an. Zum Wochenschluss legten die Notierungen wieder etwas zu, der Frontmonat August aufgrund von Technik sogar deutlicher. Heute Morgen sind die Vorzeichen in Malaysia wieder rot.
 
Rohöl: Der Druck hält bei reichlicher Versorgungslage an. Die Notierungen für Opec-Öl fielen in der Vorwoche wieder unter 40 US-$/Barrel. Die westlichen Ölsorten notierten im vorderen Bereich uneinheitlich. Brent gab für den September bei einem Schlusskurs von 42,46 US-$/Barrel etwas nach. WTI schloss mit 41,60 US-$/Barrel etwas freundlicher. Nach dem Rückzug der spekulativen Anleger sind die Ölpreise seit Mitte Juni stetig und auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten gefallen. Vom Jahreshoch hat der Ölpreis inzwischen 20 Prozent eingebüßt. (St) 
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