Märkte am Morgen: Ölsaaten

Soja fällt auf neue Tiefs

Sojakomplex: Nach einem Minus von 7,6 Cent/bushel fällt die Januar-Bohne in Chicago im Schlusskurs auf 8,56 US-$/bushel und auf neue Tiefs. Die US-Rekordernte und die Aussicht auf eine Flächenausweitung in der kommenden Saison drückten kräftig auf die Kurse.
 
Informa hat seine Prognose für die kommende geplante US-Sojaanbaufläche auf 85,3 Mio. acres nach oben korrigiert. Der Sojabohnenanbau den USA würde danach auf einer Rekordfläche stattfinden, die 2,1 Mio. t großer als im Vorjahr ausfallen würde.
 
In Südamerika sind die Aussichten für die brasilianischen Sojabohnenernte gut. Die  zentralen Anbaugebiete in Brasilien erwarten Regenfälle. Aus Argentinien gibt es Andeutungen, dass die künftige Präsidentschaft die Exportsteuern für Sojaprodukte möglicherweise reduziert. Dies könnte zu einer Verkaufswelle bei den argentinischen Farmern führen, die sehr große Sojabohnenbestände als Sicherheit gegen die Inflation und Protest gegen die Exportpolitik der Regierung horten.
 
Raps: Die Rapskurse gaben mit schwachem Soja, rückläufigen Palmölnotierungen und abfallenden Rohölpreisen hüben wie drüben nach. Der Februar verlor in Paris 2,25 €/t und fiele auf 372,50 €/t. In Winnipeg gab der Januartermin 1,60 Can-$/t nach, konnte  sich aber oberhalb 370 Can-$/t halten.
 
Rohöl: Die Rohölpreise verlieren mit dem weltweiten Überangebot weiter an Substanz. Brent Crudöl gab 0,45 $ nach und fiel unter 44 US-$/bushel. Bei WTI-Rohöl stand am Freitag eine ‚40‘ vor der Notierung. Im Wochenverlauf haben die beiden Ölsorten 8 bzw. 8,5 Prozent verloren. (St) 
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