Märkte am Morgen: Ölsaaten

Soja setzt die Rally fort

Sojakomplex: Mit strammen Kursgewinnen von bis zu 30 Cent/bushel startete die  Sojabohne in die neue Woche. Der Juli schloss mit 11,33 US-$/bushel und der November schaffte wieder den Sprung über die 11-Dollarmarke. Schrot legte bis zu 8,4 US-$ zu, der Juli notierte mit 380 US-$/short ton. Heute Morgen weisen die Sojabohnen in Chicago vorbörslich erneut zweistellige Notizgewinne auf.
 
Neu einsetzende Wettermärkte treiben die Rally an. Trotz gegenteiliger Vorhersagen  fielen in weiten Teilen des Mittleren Westens übers Wochenende keine oder nur sehr geringe Niederschläge. Die Prognosen der US-Wettermodelle, dass es ab der zweiten Julihälfte im Mais-und Sojagürtel heiß und trocken werden soll, heizten neue Spekulationen an. Auch die gute Nachfrage nach US-Sojabohnen stütze. Am Freitag hatte das USDA Exportaufträge von 411.000 t, davon mehr als zwei Drittel für die alte Ernte und zum Wochenauftakt einen Verkauf von 150.000 t US-Bohnen bekannt gegeben.
 
Raps: Die festeren Sojamärkte und Gegenreaktionen auf die zuletzt kräftigen Kursverluste ließen den europäischen Rapsmarkt bis zu 4,50 €/t fester schließen. Der August notierte mit 356,25 €/t. Der November wird 6,50 €/t höher als der Erntetermin bewertet.  
Auch in Winnipeg konnte Canola Boden gut machen. Die Kurse zogen bis zu 8,50 €/t für die kommende Kampagne an.
 
Palmöl: Vom Palmöl kommen derzeit keine Anregungen für die Ölsaatenmärkte. Die Kurse schlossen knapp behauptet, zeigen heute Morgen aber ein leichtes Plus.
 
Rohöl: Die Nachwirkungen des Brexits waren noch nicht verdaut und sorgten für neuerlichen Druck auf die Rohölmärkte. Brent Crudeöl verlor 1,25 US-Dollar und schloss mit 47,16 US-$/Barrel. Die Anleger agierten vorsichtig, zumal sie nach Einschätzung der Commerzbank vor dem Brexit mit dem Ausbau von long-Position auf dem falschen Fuß erwischt wurden. (St) 
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