USDA-Soja

Sojabohnen in Hülle und Fülle


In seinem monatlichen Wasde-Bericht geht das USDA von einer Sojabohnenernte in Höhe von 116 Mio. t aus. Das sind nochmals 2 Mio. t mehr als im September geschätzt. Nicht nur die Erntearbeiten auch die Lieferungen an die Seehäfen laufen auch Hochtouren. Die Nachfrage nach US-Soja ist groß. Das USDA erhöht nun auch das Exportvolumen für das Wirtschaftsjahr 2016/17 um 1 auf 55 Mio. t gegenüber September. Trotz der großen Nachfrage bleibt das USDA realistisch und erwartet einen Anstieg der US-Sojaendbestände um ebenfalls rund 1 auf 10,7 Mio. t.

Globale Endbestände steigen

Weniger erfreuliche Prognosen gibt das USDA für die Exportsaison in Argentinien ab. Mit der nun verschobenen Senkung Exportsteuer sieht es für das Land nicht mehr so gut aus. Auf 9,6 Mio. t dürfte das Volumen 2016/17 sinken, das wären 1 Mio. t weniger als im Vorjahr. Die Bestandsschätzung für Argentinien hebt das USDA auf 30 Mio. t an, in Brasilien steigen die Bestände bis zum Ende der Kampagne auf 18 Mio. t. Diese Steigerungen haben globale Auswirkungen.
So dürften rund 77 Mio. t Sojabohnen weltweit in den Silos liegen. Das ist gegenüber dem September-Wasde  ein gewaltiger Sprung nach oben um fast 5 Mio. t. Denn in China ist der Hunger nach Soja nicht im dem Ausmaß der großen Ernten gestiegen. Das USDA rechnet mit einem etwas geringerem Importbedarf des größten Sojabohnen-Abnehmers weltweit von 86,50 Mio. t. Das sind rund 500.000 t weniger als noch vor einem Monat geschätzt. 

Mit Bekanntgabe der neuen Wasde-Zahlen reagiert auch die Börse in Chicago auf die unendlich hohen globalen Sojabestände. Die November-Bohne notiert zur Eröffnung mit 9,50 US-$/bushel schwächer. (da)
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