Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen lassen wieder Federn

Sojakomplex: Gewinnmitnahmen und schwache Finanzmärkte ließen die November- Bohne 12,4 Cent/bushel schwächer schließen und auf 8,62 US-$/bushel gefallen. Schrot gab für den Winter um die 5 US-$/short ton nach. Der größte Druck kam von der am Montag nachbörslich veröffentlichten besseren Bewertung der US-Sojabohnenbestände. Dies löste Spekulationen über höhere Erträge aus, zumal die spät gesäten US-Sojabohnen anscheinend besser aussehen, als gedacht.
 
Auch der Fall des brasilianischen Real auf ein neues Allzeittief gegenüber dem US-Dollar drückte auf die Stimmung. Die sehr schwache Währung in Brasilien verschafft den brasilianischen Sojabohnen einen von Vermarktungs-Vorteil gegenüber den US-Bohnen. Analysten erwarten einen Anstieg der brasilianischen Sojabohnenfläche von 3,3 Prozent auf 33 Mio. ha bei der laufenden Aussaat.
 
Die Commerzbank hält die jüngste USDA Schätzung der US-Sojabohnenernte  möglicherweise für zu optimistisch. Sie rechnet für das erste Quartal 2016 mit einem Durchschnittspreis der US-Sojabohnen von 9,25 US-$/bushel.
 
Raps: Die Rapskurse an der Matif hielten sich noch vergleichsweise gut. Der November verlor 0,75 €/t und schloss mit 363,50 €/t. Festere Palmölnotierungen federten den Druck vom Sojakomplex etwas ab. Die Commerzbank sieht für die letzten drei Monate den Rapspreis an der Matif zwischen u 365 und 370 €/t. Größere Sprünge lassen sich danach kaum erwarten.
 
In Winnipeg verlor Raps auf die späten Termine fast 4 Can-$/t. Passables Erntewetter und schwache Sojaölnotierungen drückten.
 
Rohöl: Der Terminmarkt schloss durchwachsen. WTI korrigierte 0,85 US-$/Barrel nach unten, Brent Crudeöl konnte sich mit einem Plus von 0,16 US-$/Barrel behaupten und notierte bei rund 49 US-$/Barrel. Schwache Finanz- und Aktienmärkte in Verbindung festeren US-Dollarkurs bremsten eine weitere Erholung aus. (St)  
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