Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen legen Rückwärtsgang ein

Sojakomplex: Langsam und bedächtig starten die Farmer in Brasilen mit der Aussaat von Sojabohnen. Durch die Trockenheit war es vorher nicht möglich. Zwar hat es in den vergangenen Wochen etwas geregnet, aber die Bodenfeuchte ist längst nicht optimal. Hingegen sind Farmer in Teilen von Argentinien besorgt über die nassen Felder, die sich kaum für die Aussaat vorbereiten lassen. Weitere Regenfälle sind für die 1. Oktoberhälfte im Norden von Argentinien und Süden von Brasilien vorhergesagt.

In seinem Vierteljahresbericht von Ende September weist das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) eine sehr große Nachfrage nach US-Sojabohnen in den Monaten Juni bis August aus. Gleichzeitig kommt es derzeit zu einem Zehn-Jahres-Hoch der Sojavorräte in den USA. Diese waren in dieser Höhe nicht erwartet worden. An der Chicagoer Börse bleiben die November-Bohnen im Abwärtssog und geben am Dienstag um 2,00 auf 9,99 US-$/bushel nach. Auch Sojaschrot verliert und notiert gut eine Woche vor Auslaufen des Oktober-Termins bei 307,80 US-$/short tons.

Raps: In Paris hält die Schwäche bei Raps an. Am Dienstag gibt der Frontmonat November leicht auf 367 €/t nach. In Winnipeg behauptet sich der November-Termin für Canola und schließt im Plus. Erste Fröste und Schneefall im kanadischen Bundesstaat Alberta verzögern die Erntearbeiten. An der Börse in Winnipeg verbessert sich der November um 1,60 auf 493 can.$/t.


Palmöl: An der Börse in Kuala Lumpur verzeichnen die Palmölkurse nach langer Durststrecke wieder Kursgewinne. Unterstützung brachte auf dem überkauften Markt vor allem ein schwächerer Ringgit-Kurs, sodass es zu einigen technischen Käufen kam. Der Frontmonat Dezember notiert bei 2.677 Ringgit, umgerechnet rund 632 US-$/t. Aus China kamen wegen eines Feiertags keine neuen Anfragen.


Rohöl: Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gefallen. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete zuletzt 55,76 US-$/Barrel (159 Liter). Der Dezember ist jetzt der neue Frontmonat. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im November fiel um 29 Cent auf 50,29 US-$/Barrel. Vor allem hatte ein möglicher Lieferstopp von Öl aus dem Kurdengebieten im Irak durch die Türkei für starken Auftrieb bei den Ölpreisen gesorgt. Nun macht Libyen als Opec-Mitglied von sich Reden. Man wolle die Förderanlagen ausbauen. Damit könnte die Ölproduktion im Land wieder auf 1 Mio. Barrel Öl steigen. (da)
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