Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen schwächeln weiter

Sojakomplex: Die schwächere Stimmung im Sojakomplex setzte sich fort. Zeitweise standen die Kurse stärker unter Druck, konnten aber bis Börsenende die größten Verluste kompensieren. Die der Frontmonat Mai gab etwas stärker nach, die übrigen Termine schlossen mit überschaubaren Kursverlusten. Schrot gab für die beiden vorderen Monate ebenfalls nach.
 
Die US-Sojabilanz bleibt zwar knapp, doch importierte Sojabohnen aus Südamerika dürften zumindest dafür sorgen, dass sie nicht noch enger ausfällt. Derzeit werden zwei Schiffsankünfte mit brasilianischen Sojabohnen in den USA erwartet. Seit Mitte März sollen bereits 340.000 t Bohnen aus Brasilien in den USA abgeladen sein, weitere 313.000 t werden in den kommenden Wochen erwartet.
 
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Auch die Aussicht auf sehr gute Ölsaatenernten in der kommenden Saison drückten etwas auf die Chicagoer Sojakurse und lösten Gewinnmitnahmen aus. Nach einer Analysten-Umfrage von Bloomberg könnten die globalen Sojabohnenbestände 2014/15 auf einen Rekordwert von 79,7 Mio. t ansteigen. Für die USA halten Marktexperten einen Anstieg der Endbestände in der kommenden Saison auf 8 Mio. t für möglich. Gegenüber 2013/14 würden sie sich  damit mehr als verdoppeln.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif standen fast die gesamte Sitzung unter Druck. Erst gegen Ende konnten sich etwas erholen. Der August gab dennoch 1,25 €/t nach. Da derzeit an den Kassamärkten mangels Angebot aus Landwirtschaft kaum Umsätze für die neue Ernte stattfinden, vermuten Marktexperten, dass der Preisdruck aus Aktivitäten der Fonds herrühren könnte. Auch das ungewöhnlich hohe Volumen von mehr als 11.500 Kontrakte am Dienstag könnte ein Indiz dafür sein, wurde gemutmaßt.
 
In Winnipeg folgten die Canolanotierungen den schwachen Vorgaben des Sojakomplexes. Sie gaben für die alte Ernte leicht und für die neue Ernte bis zu 3,40 Can-$/t nach.
 
Rohöl: Die schwächere Tagestendenz hielt an. Brent-Crudeöl schloss 0,66 US-$/Barrel im Minus, WTI hielt sich knapp behauptet. Das absehbar größere Ölangebot aus Libyen dürfte die Brent-Notierungen belastet haben. WTI könnte heute davon profitieren, dass sich die Rohölbestände im US-Andienungsort Cushing schon fast bis auf eine kritische Größe abgebaut haben. (St)
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