Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen setzen Rally fort

Sojakomplex: Die Rally für Sojabohnen setzt sich nach umfangreichen Käufen der Fonds und Shortabdeckungen fort. Die vorderen Termine legten 8 Cent/bushel zu, der Schlusskurs für Mai schob sich auf 9,63 US-$/bushel hoch. Sojaschrot notierte 5 US-$/short ton fester, der Mai schloss bei 285,10 US-$/short ton. Die jüngsten umfangreichen Käufe der Fonds haben zu einem Anstieg der offenen Positionen bei den Chicagoer Sojabohnen von rund 62.000 Kontrakten in nur drei Tagen geführt. Heute Morgen sind die Vorzeichen weiter fest und könnten Anregungen für die übrigen Ölsaatenmärkte bringen.
 
Getrieben wird die Soja-Rally von Währungsverschiebungen, charttechnisch basierten Käufen und Spekulationen über Ernteausfälle in Argentinien. Agenturberichten zufolge sollen massive Niederschläge 5 Prozent der argentinischen Sojabohnenernte vernichtet haben. Bei anhaltend schlechter Witterung könnte es sogar noch mehr werden, so Einschätzungen vor Ort. Das USDA geht in seinem gestrigen Report von einer argentinischen Ernte von 59 Mio. t aus und hat seine Schätzung um 500.000 t nach oben korrigiert. In Brasilien sind die Erträge auf den Spät-Erntegebieten nicht so gut wie zu Begin der Ernte. Das USDA erwartet weiterhin eine 100 Mio. t-Ernte für Brasilien.  
 
Raps: Die festeren Sojakurse, aber auch der strammen Anstieg der Rohölnotierungen könnten dem Matif-Raps heute zugutekommen. Am Vortag blieben die Reaktion noch verhalten und der Mai legte nur 0,75 €/t auf 367,00 €/t zu.
In Winnipeg korrigierten die Canola-Notierungen dagegen trotz festerer externer Vorgaben schärfer nach unten. Der Mai verlor fast 5,70 Can-$ und fiel auf 474 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Korrekturphase hielt am Vortag mit Verlusten auf allen Terminen an. Heute Morgen scheinen sich die Kurse an der Börse in Kuala Lumpur allerdings etwas zu fangen.
 
Rohöl: Mit einem Plus von mehr als 1,80 US-$/Barrel für die beiden westlichen Ölsorten legte Rohöl kräftig zu. Brent Crudeöl notierte bei Börsenschluss mit 44,69 US-$/Barrel und schaffte den Durchbruch durch den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Spekulationen über eine Einigung beim Treffen in Doha erhielten neue Nahrung.  Agenturberichten zufolge sollen sich Russland und Saudi-Arabien über ein Einfrieren der Produktion auch ohne Mitwirkung des Irans geeinigt haben. Die US-Ölproduktion wird  nach Einschätzung der US-Energiebehörde EIA im Mai zudem um 114.000 Barrel pro Tag sinken. (St)
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