Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen verlieren Substanz

Sojakomplex: Positionsbereinigungen vor dem Jahresschluss setzten die Chicagoer Sojabohnennotierungen erneut unter Druck. Die Januar-Bohne verlor an den beiden vorangegangenen Handelstagen 10 Cent/bushel und fiel auf 8,75 US-$/bushel. Schrot  gab vor den Feiertagen knapp 8 US-$/short ton für Januar nach und notierte mit 269 US-$/short ton. Auch die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportzahlen von 2,07 Mio. t Sojabohnen konnten den schwachen Trend nicht umkehren. Die vorbörslichen Vorgaben aus Chicago sind heute Morgen leicht gedrückt.
 
Für Brasilien ist derzeit keine signifikante Wetteränderung in Sicht. Der Süden ist zu nass, der Nordosten und der Mato Grosso zu trocken. Allerdings soll es zumindest in Teilen des Mato Grosso etwas Regen geben, erwarten die Meteorologen.
 
Die Farmer in Argentinien werden Einschätzung des argentinischen Agrarministeriums zufolge ihre Sojabohnenanbaufläche diesem Jahr um etwa 100.000 ha auf 20,7 Mio. t ausdehnen. Für die laufende Aussaat kamen die politischen Umschichtungen in Argentinien zu spät.
 
Raps: An der Matif konnte sich Raps bei kleinen Notizgewinnen sehr gut halten. Nach der Rallye der Vortage hat sich der Februar-Kontrakt wieder auf knapp 375 €/t hochgearbeitet. Die Aktivitäten vor den Feiertagen waren sehr dünn. 
In Winnipeg konnte Canola-Raps ebenfalls Boden gut machen. Der Januar-Termin notierte mit 481 Can-$/t oberhalb über seiner Stützungslinie von 470 Can-$/t.  
 
Palmöl: Die Kurse konnten zuletzt weiter zulegen, zeigen heute Morgen aber hellrote Vorzeichen. Für Dezember zeichnet sich ein deutlicher Produktionsrückgang in Malaysia ab, doch im Gegenzug waren die Exportverladungen im Monatsverlauf um 25 Prozent rückläufig. In den kommenden Wochen könnte eine größere Nachfrage Chinas aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes für einen Nachfrageschub und etwas festere Palmölnotierungen sorgen.
 
Rohöl: Die Kurse konnten sich etwas erholen, geben heute Morgen aber wieder leicht nach. WTI-Rohöl wurde durch den unerwarteten Rückgang der wöchentlichen US-Rohölbestände um 5,9 Mio. Barrel gestützt. Auch die Aufhebung des Exportverbots für Rohöl in den USA stütze die WTI-Kurse. Brent Crudeöl notiert heute Morgen bei 37,70 US-$/Barrel und wieder etwas höher als WTI-Öl. (St) 
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