Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen verlieren leicht

Sojakomplex: Die Sojabohnennotierungen gerieten mit dem etwas festerer US-Dollarkurs leicht unter Druck. Die wöchentlichen US-Exportzahlen für die alte Ernte mit 164.000 t Sojabohnen waren auch nicht berauschend. Allerdings neigen sich die Sojabohnenexporte der USA aus der Kampagne 2014/15 langsam dem Ende zu. Dagegen beeindruckten die Sojaschrot- Exporte von 179.600 t. Möglicherweise machen sich die verzögerten südamerikanischen Schrotverladungen, speziell in Argentinien bemerkbar. Die Sojaschrotnotierungen gaben mit einem Minus von 1 US-$/short-ton für die beiden vorderen Termine nur wenig nach.
 
Druck auf den Sojakomplex kam aus Brasilien. Dort hat die brasilianische Agrarbehörde Conab die Sojabohnenernte des Landes um 970.000 t auf 96 Mio. t nach oben korrigiert. Die Schätzung liegt 1,5 Mio. t höher als die USDA Zahlen vom Vortag.
 
Raps: An der Matif drehten die Rapskurse mit einem etwas festeren US-Dollarkurs in den neutralen bis positiven Bereich. Der August gab zwar 1 €/t nach und fiel kurzzeitig unter die 370-Euro-Linie, doch die übrigen Termine konnten sich nach leichten Notizgewinnen gut behaupten.
 
Auch in Winnipeg war die Tendenz für Canola-Raps etwas schwächer. Die Kurse gaben bis zu 1,90 Can-$/t nach. Die für die Prärieprovinzen angekündigten Regenfälle scheinen sich nur als Tropfen-Begegnung zu entpuppen. Die kanadischen Sommer-Rapsbestände brauchen benötigen dringend Regen.
 
Rohöl: Die Kurse gaben wieder etwas nach. Die Verluste blieben überschaubar. Der etwas festerer US-Dollarkurs und die Prognose der Internationalen Energieagentur IEA auf eine steigende Rohölproduktion der Opec drückten. Im Vormonat haben die Opec-Mitglieder knapp 31 Mio. Barrel Rohöl und damit 1 Mio. Barrel mehr als das Förderziel produziert. Ein Ende der Überschussproduktion und des Verdrängungswettbewerbs zwischen der USA und den Opec-Ländern ist nicht in Sicht. (St) 
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