Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojabohnen wieder mit Aufwind

Sojakomplex: In den nächsten Tagen bleibt es in Mittleren Westen sehr heiß und weitgehend trocken. Die Sojabohne in Chicago profitierte davon mit neuerlichen Kursgewinnen von bis zu 14,4 Cent/bushel. Der August notierte mit 10,13 US-$/bushel. Ein Ende der Hitzeperiode ist nach Wettermodellen kurzfristig nicht in Sicht. Sojaschrot verbesserte sich für den Frontmonat August um 3,8 US-$ auf rund 331 US-$/short ton. Auch die Notizgewinne von 51 Punkten beim Sojaöl kamen dem gesamten Sojakomplex zugute.
 
Raps: Der europäische Rapsmarkt kann von den festen Bohnen und anziehenden Pflanzenöl-Notierungen nicht profitieren. An der Matif gaben die Kurse etwas nach und der August schloss mit 367 €/t. Währungseinflüsse durch den festen Euro, die laufende Rapsernte und eine gute Versorgung der europäischen Ölmühlen bremsen mögliche Notizgewinne aus. Im laufenden Wirtschaftsjahr wurden bereits 83.000 t Raps in die EU importiert. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 hat die EU laut offizieller Statistik 4,8 Mio. t Raps aus Drittländern importiert.  
 
In Winnipeg sprangen die Rapsnotierungen mit festem Soja und Sojaöl weiter nach oben. Der November notierte nach einem Plus von 2,90 Can-$ mit 510,40 Can-$/t. Spekulative Käufe und ein signifikantes Niederschlagsdefizit in den Prairie-Provinzen stützten.
 
Palmöl: Die Kurse bewegten sich erneut nach oben und in Kuala Lumpur notierte Palmöl bis zu 52 MYR fester. Die Aussicht auf steigende Palmöl-Exporte und erwartete Käufe Chinas von 450.000 t Palmöl im August und September gaben Aufwind. In Malaysia liegen die Palmölexporte für diesen Monat 10,5 % über dem Vorjahreswert.
 
Rohöl: Die Kurse gaben nach Gewinnmitnahmen nach. Bei einem Schlusskurs von 49,30 US-$/Barrel für Brent-Crudeöl wurden knapp die Hälfte der Vortagsgewinne wieder neutralisiert. Die Kurse konnten die Marke von 50 US-Dollar nur kurzfristig halten. Die US-Ölproduktion ist mit 9,43 Mio. Barrel auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen und die Schieferölproduktion wird laut der US-Energiebehörde EEA im August weiter ansteigen, berichtet die Commerzbank. Libyen will seine Ölförderung bis Jahresende auf 1,2 Mio. t steigern. Ein kurzfristiges Ende des globalen Überangebots am Ölmarkt ist nicht in Sicht. (St) 
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