Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakomplex verliert erneut

Sojakomplex: Die Chicagoer Sojabohne schließt 10 Cent/bushel für die vorderen Termine schwächer. Der März notierte mit 10,27 US-$/bushel und büßte im Wochenverlauf rund 2 % ein.  Schrot verlor 2,2 US-$ und notierte für März mit 332 US-$/short ton. Die Aussicht auf die großen  südamerikanischen Sojabohnenernten drückte. Heute Morgen machen die vorbörslichen Sojanotierungen in Chicago allerdings ihre Vortagsverluste wieder wett.
 
In Brasilien verstärken sich alle Vorzeichen für eine Rekordernte. Das US-Analystenhaus Informa korrigierte seine Schätzung um 1,5 Mio. t auf 106,5 Mio. t nach oben. Die Prognose liegt 3 Mio. t über der offiziellen Einschätzung der brasilianischen Agrarbehörde Conab und toppt alle bisherigen Analysten-Meinungen. Auch in Argentinien zeichnet sich nach der Prognose von Informa mit 55 Mio. t bei weitem keine so schwache Sojabohnenernte ab, wie zuletzt häufig vermutet. Beobachtern vor Ort zufolge befindet sich die heranwachse argentinische Bohnenernte in keinem schlechten Zustand.
 
Raps: Der europäische Raps-Terminmarkt schloss nach einem vergleichsweise ruhigen Handel mit einem freundlichen Unterton. Der März notierte unverändert knapp unter 413 €/t. Die Termine der  neuen Ernte legten bis zu 1,25 €/t zu. Der August notierte mit 386,50 €/t.
 
In Winnipeg setze schwaches Soja die Canola-Kurse unter Druck. Nach Notizverlusten von um die 2 CND notierte der März mit 513 Can-$/t. Statistics Canada taxiert die Canola-Bestände zum Jahresende 2016 auf 12,2 Mio. t und damit 1,3 Mio. t niedriger als im Vorjahr.
 
Palmöl: Die Notierungen in Kuala Lumpur gaben etwas nach. Heute Morgen sind die ersten Vorgaben für Palmöl vom asiatischen Markt mehr oder weniger neutral.
 
Rohöl: Kaufinteresse der Anleger ließen die Rohölnotierungen etwas fester schließen. Die Kursgewinne blieben überschaubar. Brent-Crudeöl schloss mit 56,81 US-$/Barrel. Heute Morgen bewegen sich die Kurse ebenfalls leicht im Plus. Die Commerzbank rechnet mit zunehmendem Korrekturpotenzial, da sich die Käufer zurzeit nur an preistreibenden Argumenten orientierten. (St) 
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