Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakurse bewegen sich seitwärts

Sojakomplex: Mit überschaubaren Notizgewinnen von bis zu 5,4 Cent/bushel beendet  der Sojakomplex die Sitzung. Der Januar-Kontrakt schließt bei 884 US-$/bushel. Die rege Nachfrage Chinas nach US-Sojabohnen und wenig Andienungen aus dem November-Kontrakt mussten als Argument herhalten. Vor dem USDA-Report am Dienstag kommender Woche lassen sich kaum nennenswerte Preisbewegungen  erwarten. Die Januar-Notierungen konnten sich von ihren Tiefs etwas absetzen und bewegen sich zurzeit seitwärts. Nach einer Bloomberg-Umfrage gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass die US-Sojabohnenernte mit 106,5 Mio. t etwas größer als die Oktoberschätzung des USDA ausfallen könnte.
 
Für Brasilien gibt es derzeit unterschiedliche Ernteprognosen. Der Verband der Ölsaatenerzeuger Abiove geht von einer von 98,6 Mio. t aus, das USDA Büro in Brasilien liegt sogar noch etwas darunter. Die Conab hatte kürzlich eine brasilianische Ernte in einer Bandbreite von 100 bis knapp 102 Mio. t prognostiziert.
 
Raps: Die stetige Aufwärtstendenz an der Matif setzte sich fort. Ein festerer US-Dollarkurs kamen ebenso wie die wieder etwas anziehenden Palmölnotierungen zu Hilfe. Der Februar notierte nach einem kleinen Plus bei 382,50 €/t.
 
Aus dem abgelaufenen Matif-Novemberkontrakt werden nur wenige Partien physisch angedient. Insgesamt kommen 324 Kontrakte zur Andienung. 11.650 t werden an den französischen Handelsplätzen an der Mosel physisch erfüllt. In Deutschland werden 2.000 t in Würzburg, 1.550 t in Magdeburg und 1.000 t Bülstringen angedient.
 
Die Canola-Notierungen profitierten ebenfalls von Währungsverschiebungen gegen den festen US-Dollarkurs und legten wieder zu. Der Januar konnte sich wieder auf über 480 Can-$/t hocharbeiten.
 
Rohöl: Die Kurse ruderten wieder zurück. Brent Crudöl verlor knapp 2 US-$/Barrel und schloss mit 48,58 US-$/Barrel. WTI verlor ebenfalls. Die zum sechsten Mal hintereinander gestiegenen wöchentlichen US-Rohölbestände drückten. In der Vorwoche stiegen die US-Vorräte um 2,8 Mio. t auf knapp 483 Mio. Barrel an und lassen kurzfristig noch keine nachhaltigen Produktionsrückgänge erkennen. (St) 
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