Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakurse bröckeln wieder ab

Sojakomplex: Nach den beiden freundlicheren vorangegangenen Sitzungen gaben die Sojakurse wieder nach. Die Sojabohne verliert bis zu 6,2 Cent/bushel, der Januar notiert bei 8,58 US-$/bushel. Schrot beendet den Tag mit Verlusten von 2,9 US-$/short ton für den Dezember-Termin.
 
Nach dem Abschluss der US-Sojabohnenernte richtet sich der Fokus auf Südamerika und aktuell auf Argentinien. Spekulationen über eine Senkung der Exportsteuern für Sojabohnen sorgten vor den argentinischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag für Druck. Maurizio Mauri, der Kandidat der Opposition hat angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs die derzeitigen Exportsteuern von 35 Prozent um 5 Prozent zu senken.  Ansonsten war die Nachrichtenlage äußerst dürftig und beschränkte sich auf Spekulationen über die wöchentlichen US-Exportzahlen.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif waren nicht gewillt, größere Gewinne aus der späten Dienstagsrally abzugeben. Die Korrektur fiel überschaubar aus. Der Februar verlor nur 0,75 €/t und schloss bei gut 376 €/t.
Auch in Winnipeg gaben die Canola-Kurse etwas nach. Der Januar fiel nach spekulativen Verkäufen der Fonds mit schwächeren Sojanotierungen auf 467 Can-$/t.
 
Rohöl: Der Markt steht tendenziell unter Druck, auch wenn sich Brent-Crudeöl nach einem leichten Plus von 0,57 US-$/Barrel wieder auf über 44 US-$/Barrel hocharbeiten konnte. WTI notierte gut behauptet, fiel zwischenzeitlich aber unter 40 US-$/Barrel. Auch die Opec-Ölpreise bewegten sich zuletzt nur noch um oder unter diesem Niveau. Goldman Sachs macht weiterhin ein Abwärtsrisiko bei Rohöl aus. Die wöchentlichen Rohölbestände in USA haben sich nur unwesentlich erhöht. (St) 
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