Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakurse erholen sich schnell

Sojakomplex: Die Sojakurse in Chicago erholen sich schnell vom schwachen Vortag. Die Korrektur erfolgt postwendend und die Bohne legt 10,2 Cent/bushel und Sojaschrot 2,10 US-$/short-ton zu. Die im USDA-Report zurückgenommen Sojabohnen-Endbestände erleichterten die Korrektur, da die technischen Kursverluste am Vortag ausschließlich von Gewinnmitnahmen ausgelöst worden.
 
Fundamental gibt es nichts neues. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie sich der Schrotmarkt sich künftig darstellt, wenn der Dezember-Kontrakt heute in Chicago ausweist. Die Schrotpreise waren in vergangenen Wochen maßgeblich an der Sojarally beteiligt und haben zu einem inversen Markt mit 36 US-$/short-ton höheren Sojaschrot-Notierungen für Dezember gegenüber dem Januar geführt.  
 
Raps: Die Rapskurse in Paris sprangen mit festen Sojakursen an und konnten sich etwas Luft nach oben verschaffen. Der Februar zog um 3 €/t auf 342,50 €/t an. Die Tendenz sieht seitwärts aus, denn die Februarnotierungen an der Matif pendeln um ein Niveau von 340 €/t.
Auch Canola-Raps in Winnipeg profitierte vom festeren Sojamarkt und legte für den Frontmonat 3,10 Can-$/t zu.  
 
Rohöl: Es geht weiter abwärts. Erstmals seit 2009 fiel der Kurs für WTI-Öl unter die Marke von 60 US-$/Barrel. Brent notierte 0,56 US-$/Barrel schwächer. Der Verdrängungswettbewerb im Opec-Kartell hält an. Kuwait räumt seinen asiatischen Kunden mit 3,95 US-$/Barrel auf den Referenzpreis den bisher höchsten Rabatt ein. Der Ölminister Saudi-Arabiens hat erneut bekräftigt, dass er keinen Handlungsbedarf für Produktionskürzungen sehe und sich der Markt von selbst korrigieren werde. (St)
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