Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakurse fangen sich

Sojakomplex: Die Bohnen unterbrechen ihre Serie von vier schwachen Tagen mit neutralen Schlusskursen. Zwischenzeitliche Tagesverluste wurden zu später Börsenstunde noch kompensiert. Im Wochenverlauf verlor die Sojabohne allerdings 4,5 Prozent. Sojaschrot notierte für Mai 2,50 US-$/short-ton fester. Heute Morgen sind die Vorgaben aus Chicago im grünen Bereich.
 
In Brasilien hat sich nach dem Ende des Trucker-Streiks der ‚line up‘ ausgeweitet. Zum Wochenende warteten 82 Schiffe vor der brasilianischen Küste auf ihre Beladung mit Sojabohnen und Sojaschrot.
 
Die Aussichten für die argentinischen Sojabohnen scheinen sich etwas zu relativieren.  Größere Überschwemmungen in nördlichen Landesteil lassen zum Start  der Sojabohnenernte Probleme erwarten. Die Börse in Buenos Aires deutete bereits an, dass sie in Kürze ihre derzeitige Ernteschätzung von 57 Mio. t nach unten korrigieren wird. Von der dreitägigen Aussetzung der Sojabohnenverkäufe seitens der  argentinischen Farmer lassen sich nach Ansicht der Regierung keine Probleme für den Markt erwarten. Der argentinische Agrarminister kritisierte, dass die Farmer Landes etwa 10 Mio. t Sojabohnen in riesigen Silosäcken auf ihren Feldern horten würden.
 
Raps: Die Kurse in Paris konnten sich trotz der zeitweise schwachen Sojabohnen mehr als gut behaupten. Der Mai notierte 0,75 €/t im Plus und schloss bei 362,50 €/t. Der August Kontrakt legt sogar 2 €/t zu. Die Aktivitäten waren unterdurchschnittlich. Heute Morgen könnten stabileren Sojanotierungen etwas helfen.
In Winnipeg hielt der Maikontrakt für Canola nach minimalen Notizgewinnen seine Stützungslinie von 450 Can-$/t.
 
Rohöl: Mit einem Minus von 0,75 US-$ für Brent Crudeöl und von 1,15 US-$/Barrel für WTI gaben die Kurse zwar etwas nach, unterm Strich bewegt sich aber wenig. Seit Mitte Februar pendelt Brent um die 60 US-$ und WTI um die 50 US-$/Barrel seitwärts.  (St) 
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