Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakurse geben weiter nach

Sojakomplex: Die Sojabohnen geraten unter Erntedruck, denn die sehr guten Erträge bestätigen sich weiter. Die November-Bohne verlor 9,6 Cent/bushel und fiel auf 9,45 US-$/Bushel. Schrot gab ebenfalls nach. Der Oktober verlor 5,7 US-$ und fiel auf 298 US-$/short-ton. Damit rutscht die Schrotnotierung erstmals seit Mitte April unter die psychologische Marke von 300 US-$/short-ton.
 
Die US-Sojabohnenernte dürfte in den nächsten Tagen zügiger vorankommen. Für weite  Teile des Mittleren Westens ist gutes Erntewetter in Sicht und viele nasse Flächen können abtrocknen. Zum Wochenanfang waren erst 10 Prozent der US-Bohnen abgeerntet. Der Erntestand liegt unter dem Schnitt der vergangenen Jahre.
 
In Brasilien hat die Aussaat der Sojabohnen in den wichtigsten Anbaugebieten Mato Grosso und Parana begonnen. Aufgrund der Trockenheit kommt sie nur langsam voran. Für die kommende Ernte gehen die Analysten von einer rund 5 Prozent größeren  brasilianischen Sojabohnenernte aus. Die Hochrechnungen bewegen sich zwischen 102,5 und 105 Mio. t.
 
Raps: Die Sojabörse bestimmte auch den Verlauf am Raps-Terminmarkt. An der Matif verloren Raps-Futures für alle Termine des laufenden Wirtschaftsjahres 1,25 €/t. Der November notierte knapp unter 374 €/t. In Winnipeg verlor Canola ebenfalls etwas.
 
Palmöl: An der Börse in Kuala Lumpur ließen sich Tagesgewinne für Palmöl halten. Der Dezember markierte mit einem Schlusskurs von 2715 MYR den höchsten Wert seit fünf Monaten. Die Steuersenkung Indiens für Palmölimporte animierte die Börse. Heute Morgen drückten Gewinnmitnahmen aber wieder auf die Kurse.
 
Rohöl: Das Auf und Ab hält an. Spekulationen über eine mögliche Einigung der Opec mit Russland und anderen Produzenten über Förder-Obergrenzen am Rande des Internationalen Energie Forums in Algier ließen die Kurse zum Wochenanfang ansteigen. Brent Crudöl notierte nach einem Plus von 1,46 US-$ mit 47,35 US-$/Barrel. WTI legte in gleicher Größenordnung zu. (St) 
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