Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojakurse setzen Erholung fort

Sojakomplex: Die Kurse machten weiter Boden gut. Die November-Bohne schloss 15,6 Cent/bushel fester und notierte mit 9,75 US-$/bushel. Sojaschot legte für den Winter bis zu 6,6 US-$/short ton zu und schloss für Oktober mit 318 US-$/short ton.
 
Kleinere Wettermarkttendenzen waren spürbar, denn Regen im zentralen Mittleren Westen könnte die Abreife der Sojabohnenbestände beeinträchtigen. Üblicherweise werden im September bereits etwa 20 % der US-Sojabohnen geerntet. Exportgeschäfte von 484.000 t US-Sojabohnen nach China und in eine unbekannten Destination hoben die Stimmung an der Börse ebenfalls an. Es wird gemutmaßt, dass das USDA am Montag seine Schätzung der alterntigen US-Bohnenbestände niedriger als im Vormonat ausweisen könnte.
 
Raps: Die Notierungen in Paris machten die überschaubaren Vortagsverluste wieder nahezu wett.  Der November schloss nach einem Plus von 1,50 €/t mit 379,25 €/t.
 
In Winnipeg verloren die beiden vorderen Termine leicht und der November fiel auf rund 459 Can-$/t. Statistics Canada weist die kanadischen Canola-Bestände zum Stichtag 31. Juli mit 2 Mio. t höher aus, als im Markt erwartet wurde.
 
Palmöl: Die kleine Korrekturphase setzte sich der Börse in Kuala Lumpur fort. Auch heute Morgen notiert Palmöl geringfügig schwächer.
 
Rohöl: Die Rohölpreise knüpfen an die Vortagsgewinne an. Brent-Crudeöl legte 0,72 US-$ auf knapp 48 US-$/Barrel zu. WTI-notierte ebenfalls fester. Der Iran signalisiert Bereitschaft, an einer Stabilisierung der Rohölpreise mitzuwirken, fordert aber Ausnahmeregelungen für sich. Die Commerzbank geht davon aus, dass aus Nigeria und Libyen ebenfalls höhere Fördermengen zu erwarten und die Aussichten für eine Einigung auf Produktionsobergrenzen denkbar schlecht seien. Die US-Energiebehörde EIA korrigiert ihrer Prognose der US-Ölproduktion für dieses Jahr leicht nach unten und für 2017 etwas nach oben. (St) 
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