Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojamarkt zieht weiter an

Sojakomplex: Der Sojakomplex war mehr oder weniger mit Bereinigungen vor dem heutigen USDA-Report beschäftigt. Nach schwankendem Kursverlauf notierte die Januarbohne bei Börsenschluss 4,4 Cent/bushel im Plus. Für Schrot fielen die Kursgewinne deutlicher aus. Der März legt 5,80 US-$/short-ton zu, der auslaufende Dezember-Kontrakt verbuchte doppelt so hohe technisch bedingte Gewinne.
 
Die Stimmung im Sojakomplex bleibt bei hohen Erwartungen an umfangreiche Sojabohnenexporte und eine anhaltend gute Schrotnachfrage fest. Aufgrund der strammen Exportstatistik für Bohnen geht der Markt davon aus, dass das USDA in seiner heutigen Schätzung die US-Sojabohnenbestände zum Kampagnenende um 630.000 t auf 11,6 Mio. t nach unten korrigiert.
 
Raps: Die meiste Zeit standen rote Vorzeichen an den Rapskursen in Paris. Gewinnmitnahmen und schwache Palmölnotierungen könnten für Druck gesorgt haben. Erst zum Ende der Sitzung reagierten die Kurse auf den festeren Sojamarkt. Der Februar drehte sich in den neutralen Bereich und der Februar und Mai schlossen noch knapp behauptet.
 
In Winnipeg hielt die feste Tendenz für Canola an. Der Januar legte 4,80 Can-$/t zu und hat sich wieder auf das Niveau hochgearbeitet, wo er vor dem vorangegangenen Kursrutsch schon einmal war. Immerhin haben die Canolakurse in den vergangenen drei Tagen mehr als 15 Can-$/t zugelegt.
 
Rohöl: Die Notierungen konnten sich zumindest kurzfristig fangen. Brent schloss 0,65 US-$/Barrel höher als am Vortag, WTI legte 0,77 US-$/Barrel zu. Seit der Preisspitze im Juni hat der Ölpreis rund 40 Prozent verloren. Die staatliche Ölgesellschaft in Kuwait geht davon aus, dass sich die Rohölpreise im nächsten halben Jahr um das Niveau von 65 US-$/Barrel  bewegen werden, es sei denn, die Opec würde ihre Förderpolitik ändern oder die globale Wirtschaft wieder stärker entspringen. (St)
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