Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojarally zieht Raps mit hoch

Sojakomplex: Festeres Rohöl, Verzögerungen bei der brasilianischen Sojabohnenernte und Spekulationen über eine mögliche kleinere US-Sojabohnenfläche ließen den Sojakomplex eine kleine Rally starten. Die Sojabohne legte für Mai 14,6 Cent/bushel zu und notierte mit 8,78 US-$/bushel. Sojaschrot machte bis zu 6,0 US-$/short ton gut und Sojaöl schloss ebenfalls fester. Der frühe Start der Maisaussaat in der Delta-Region könnte die Sojabohnenfläche negativ beeinträchtigen, wurde spekuliert. Die Vorzeichen in Chicago sind heute Morgen erneut grün und lassen in Verbindung mit festeren Palmöl- und Rohölnotierungen positive Vorgaben für die Ölsaatenmärkte erwarten.
 
In Brasilien verzögert sich die Sojabohnenernte nach umfangreichen Niederschlägen wieder. Meteorologen rechnen noch mit größeren Niederschlägen. Die brasilianische Währung notierte zu dem US-Dollar fester und drückte die Preiswürdigkeit der brasilianischen Sojabohnen. Agenturberichten zufolge plant die Regierung Brasiliens angesichts der Rekord-Sojabohnenernte die Beimischung von Biodiesel von 7 auf 10 Prozent anzuheben.
 
In Argentinien haben die Farmer trotz der Reformen der Macri-Präsidentschaft bisher erst wenig Sojabohnen aus ihren gehorteten Beständen verkauft. Schätzungen von ADM zufolge, saßen sie zuletzt noch auf Sojabohnenbeständen von fast 12 Mio. t.
 
Raps: Feste Sojabohnen und anziehende Rohölpreise kamen den Rapsfutures an der Matif zugute. Der Mai machte 3,25 €/t gut und kämpfte sich wieder auf die psychologische Schwelle von 350 €/t hoch. Die neue Ernte notierte mit 344,25 €/t ebenfalls fester.
 
Auch in Winnipeg konnten sich Canola-Kurse stabilisieren. Der Mai notierte unverändert mit 452 Can-$/t. Die neue Ernte legte dagegen etwas zu.
 
Rohöl: Die stetige Aufwärtstendenz setzt sich fort. Brent legte 1,65 US-$ auf 38,72 US-$/Barrel zu. WTI notierte knapp unterhalb von 36 US-$/Barrel. Heute Morgen sind die Vorzeichen bei Rohöl erneut grün. Die Deckelung der Rohölproduktion durch eine Reihe von Produzenten auf das Januar-Niveau löst wieder mehr Interesse der Anleger aus. Für den 20. März ist zudem ein Treffen der Opec-Produzenten mit anderen Öl-Förderländer in Sankt Petersburg anberaumt. China rechnet mit einem steigenden Rohölbedarf im laufenden Jahr. (St) 
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