Erwartungen getroffen

Sojaschätzung bringt wenig Neues

Das amerikanische Landwirtschaftministerium bewegt sich mit seinen neuen Zahlen weitgehend im Rahmen der durchschnittlichen Markterwartungen. Die US-Sojabohnenernte 2014 wurde im Vergleich zum Vormonat um 400.000 t auf 103,9 Mio. t nach oben korrigiert.

Als Durchschnittserträge setzen die Analysten des Ministeriums 45,4 bushel/acre (3,1 t/ha) an. Dies wären die höchsten Sojaerträge, die in den USA bisher erzielt worden. Bei US-Endbeständen von 11,7 Mio. t deutet sich weiterhin eine sehr komfortable Versorgung für 2014/15 an. Sie wurden im Rahmen der etwas höheren Ernteschätzung angehoben. Die Endbestände für die alte Ernte werden mit 3,8 Mio. t unverändert ausgewiesen.
 
Da überraschende Momente in der Schätzung fehlten, blieb die Reaktion der Chicagoer Börse überschaubar. Die zunächst etwas deutlicheren Notizverluste für Sojabohnen reduzierten sich im Sitzungsverlauf.
 
An der Matif geriet Raps schon im Vorfeld der USDA-Schätzung massiv unter Druck und fiel mit Bekanntwerden der Zahlen kurzzeitig rund 7 €/t in den Keller. Aber auch dort bauten sich die Verluste im weiteren Sitzungsverlauf um die Hälfte ab. (St) 
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