Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojaschrot gibt etwas nach

Sojakomplex: Bei der Sojabohne gab es kaum Bewegung. Die beiden vorderen Termine schlossen gut behauptet und der Mai mit 9,42 US-$/bushel. Die hinteren Termine gaben etwas nach. Sojaschrot verlor für den Mai 1,3 US-$ und fiel auf 307,4 US-$/short ton. Spreads gegen festeres Sojaöl drückten auf die Schrotpreise. Von dem Wasde-Report am Dienstag dieser Woche erwarten Analysten eine Anhebung der Sojabohnen-Endbestände in den USA auf 12,2 Mio. t.
 
Die brasilianische Sojabohnenernte schwenkt langsam auf die Zielgerade ein. Schätzungen von AgRural zufolge waren in der Vorwoche 82 % der Bohnen vom Feld.  In Argentinien kommt die Ernte trotz der zuletzt erheblichen Niederschläge ebenfalls voran, wenn auch verzögert. Nach einem Bericht der Börse Buenos Aires waren gegen Ende der Vorwoche knapp 6 % der Ernte unter Dach und Fach. Der Erntestand hinkt weit den Vorjahreswerten hinterher.
 
Raps: Am europäischen Terminmarkt setzte technischer Druck dem Frontmonat Mai zu.  Nach einem Minus von 3,25 €/t und einem Schlusskurs von knapp 399 €/t fiel der Mai wieder unter die psychologische 400er-Marke. Die Termine neue Ernte legten leicht zu, der August notierte mit knapp 368 €/t.
 
In Winnipeg brachten Shorteindeckungen der Fonds die Canola-Notierungen nach oben. Der Mai notierte nach einem Plus von 3,40 Can-$/t mit 489 Can-$/t.
 
Palmöl: Neuerliche Gewinnmitnahmen brachten Druck auf die Palmölpreise. Die Kurse gaben bis zu 54 MYR nach und die Gewinne der Wochenmitte sind größtenteils wieder aufgezehrt.
 
Rohöl: Der US-Angriff auf eine syrische Stellung musste als Argument für festere  Rohölpreise herhalten. Brent-Crudeöl legte nach dem Wechsel des Frontmonats 0,35 US-$ auf 55,24 US-$/Barrel für den Juni zu. WTI schloss oberhalb von 52 US-$/Barrel.  Die Commerzbank erwartet aufgrund einer stark steigenden Ölproduktion in den USA und in Russland für die zweite Hälfte fallende Rohölpreise. (St) 
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