Märkte am Morgen: Ölsaaten

Sojaschrot schlägt Kapriolen

Sojakomplex: Der Frontmonat September schlägt weiterhin Kapriolen. Vor allem Schrot sorgte zur Wochenmitte für kaum nachvollziehbare Entwicklungen. Die Schrotnotierungen für September legte für nach zwei sehr schwachen Vortagen mehr als 30 US-$/t zu. Das Sojaschrotangebot am US-Kassamarkt soll ausgesprochen knapp sein und selbst Lkw-Partien lassen sich angeblich kaum noch beschaffen. Die Bohne konnte sich für den September fangen und die Kurse zogen überschaubar an. Die neuerntigen Bohnennotierungen gaben dagegen etwas nach.
 
Die ersten Druschergebnisse aus der Delta-Region deuten auf sehr gute Erträge hin. In den Südstaaten wird von Sojabohnenerträgen von bis zu 90 bis 100 bushel/acre in der Spitze berichtet. Die Wetteraussichten für die kommenden beiden Wochen sind zudem ausgezeichnet. Probleme könnte es allerdings durch Pilzbefall und SDS (Sudden Death Syndrom) geben, dass auf ersten Flächen gesichtet wurde. Die Pflanzen, die von dieser Pilzkrankheit befallen werden, sterben urplötzlich ab.  
 
Raps: Die stetige und etwas freundlichere Tendenz der Vortage setzte sich beim Raps an der Matif fort. Der November legte 1,50 €/t zu. Wenig Angebot an den Kassamärkten und vermeintliche Hedge-Geschäfte an der Börse dürfen die freundlichere Tendenz der Vortage ausgelöst haben. Vom Pflanzenölmarkt kommen allerdings weiterhin negative Vorgaben, denn die Palmölnotierungen in Malaysia markierten nach weiteren Verlusten neue Tiefs.
In Winnipeg gab Canola-Raps unter dem Einfluss eines festeren kanadischen Dollarkurses und schwächeren Kursen für die neue Sojabohnenernte etwas nach.
 
Rohöl: Brent Crudöl legte mit 0,22 US-$/Barrel leicht zu, da ein großes Ölfeld in der Nordsee nach Wartungsarbeiten wieder geschlossen werden musste. WTI konnte sich gut behaupten und profitierte vom wöchentlichen Rückgang der US-Rohölbestände von knapp 2,1 Mio. Barrel. (St)
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