Märkte am Mittag

Sommerungen kämpfen mit trockenen Böden


Nach den Schwächetendenzen der vergangenen Tage verhält sich der Weizen heute Vormittag in Paris neutral. Gegen Mittag liegt der Frontkontrakt Mai bei 207,50 €/t und damit 0,25 €/t unter dem Montagskurs. Raps versucht, die Verluste der vergangenen Tage wieder etwas auszugleichen. Dies gelingt nicht ganz. Mittags liegt der Mai-Termin bei 399,25 €/t und damit 2,50 €/t über dem Schlusskurs von gestern. Mais steigt nochmals mit Verlusten in den Tag ein, bleibt aber gegen Mittag fast unverändert zum Vortag. Der Juni liegt bei 183,75 €/t und damit nur noch 0,50 €/t unter dem Vortageskurs.

Im Umfeld der schwächeren Kurse an den internationalen Börsen halten sich die Einkäufer am Oberrhein erwartungsgemäß zurück. Die Kurse wurden auch hier leicht nach unten korrigiert. Brotweizen franko Oberrhein wird heute nominell mit 196 €/t für April bis Juni bewertet. A-Qualitäten erzielen den bekannten Aufschlag von 2 €/t. Roggen hält 177 €/t für April bis Juni.

Auch die Preise für Futtergetreide haben im Zuge der schwächeren Kurse an den Börsen nachgegeben. Für Futterweizen bezahlen Mischfutterwerke am Oberrhein ebenfalls 195 €/t für den April bis Juni. Ab Station lässt sich allerdings nur noch etwa 188 €/t erzielen. Die Nachfrage aus den Niederlanden und Westfalen ist im Moment zu vernachlässigen.

Gerste wird mit 185 bis 186 €/t am Oberrhein bewertet. Das Interesse für die Ware ist marginal. Für deutschen Mais wird noch 188 bis 190 €/t seitens der Käufer angelegt. Vor dem Hintergrund der europäischen, günstigeren Ware besteht für die regionalen Herkünfte kaum Interesse. EU-Ware kann zu etwa 180 €/t am Oberrhein erstellt werden.

Für Braugerste aus der alten Ernte besteht seitens der Mälzer Interesse. Das Angebot ist aber weiter sehr überschaubar. Sommergerste ist in Rheinhessen zum größten Teil ausgebracht. Sorge machen den Landwirten die harten Böden, die ohne Frostgare und bei der derzeitigen trockenen Witterung einen reibungslosen Auflauf der Saat erschweren. Wettermärkte geben zunehmend den Ton an. (dg)
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