Märkte am Morgen: Getreide

Sorgen über Ukraine helfen Weizen und Mais

Weizen: An der Matif konnte sich der Weizen schnell von den Vortagsverlusten erholen. Der Frontmonat Mai legte 3,25 €/t zu und schloss wieder oberhalb von 210 €/t. Auch die neuerntigen Weizenkurse zogen bis zu 4 €/t an. Die Impulse kamen von Chicago, ein etwas schwächerer Eurokurs war unterschwellig hilfreich.
 
An der Chicagoer Börse war die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Ukraine stärker spürbar. Die Notierungen zogen 6,70 US-$/t an und machten den schwachen Vortag mehr als wett. Die Krise auf der Krim beunruhigt die Getreidehändler und schürt Befürchtungen, dass der Exportfluss am schwarzen Meer abreißen könnte. 

Bisher sollen die Verladungen allerdings noch recht zügig laufen. Der Agrarminister der Ukraine hat seine Prognose der Getreideexporte für diese Saison um 500.000 t auf 33 Mio. t nach oben korrigiert. Im Vorjahr hatte die Ukraine 22,8 Mio. t Getreide exportiert.
 
Auch die Trockenheit in weiten Teilen des US-Weizengürtels schürte die feste Stimmung an den Börsen. Von einer starken Trockenheit sind allerdings nur einzelne Bundestaaten betroffen. In Kansas, dem Kernanbaugebiet des Hard-Red-Winterweizens, wurde die Bonitierung der guten bis exzellenten Bestände sogar um 2 Prozent auf 37 Prozent angehoben. Auch für Texas haben sich die Bewertungen verbessert. Trotz der besseren Bonitierungen gibt der US-Weizen im Gegensatz zu Europa derzeit kein sonderlich gutes Bild ab.
 
Mais: Festere Weizennotierungen und Unsicherheit über die weiteren Maisexporte aus der der Ukraine sorgten auch bei Mais für eine positive Kursentwicklung in Chicago. Das trockene und kalte Wetter in den USA lässt zudem Befürchtungen über eine verspätete US-Maisaussaat aufkommen.
 
An der Matif folgen die Kurse dem festeren Weizen nur zögerlich. Der Juni konnte 0,75 €/t auf 183,25 €/t zulegen.
 
In Argentinien hat die Getreidebörse in Rosario die Schätzung der diesjährigen Maisernte um 300.000 t auf 22,7 Mio. t angehoben. Das USDA hatte zuletzt die argentinische Maisernte auf 24 Mio. t taxiert. (St)
stats