Viehzählung

Spanien bleibt bei Schweinen vorn


Mit einem Schweinebestand von insgesamt 27.541.000 Tieren bleibt Spanien seit dem vergangenen Herbst Spitzenreiter der EU-Schweinefleischproduktionsländer. Die neuesten verfügbaren Ergebnisse aus der Zählung vom Mai/Juni weisen gegenüber der Vorjahreszählung einen Anstieg des Schweinebestandes um gut 558.000 Tiere oder 2,1 Prozent aus. Im gleichen Zeitraum wurde der Schweinebestand in Deutschland dagegen um rund 950.000 Tiere oder 3,4 Prozent auf 27,15 Millionen Tiere abgebaut.

Maßgeblich für die Ausdehnung des gesamten Bestandes war im Vergleich zur Vorjahreserhebung vor allem die deutlich gestiegene Anzahl an Ferkeln. Bei den Tieren mit einem Gewicht von weniger als 20 kg gab es einen Zuwachs um 6,4 Prozent auf die neue Rekordmarke von 8,17 Millionen Stück. Ein moderater Rückgang in der Anzahl der Läufer (Gewichtsklasse 20-50kg) um 1,5 Prozent wurde somit mehr als kompensiert. Die Anzahl der Schlachtschweine ab 50 kg nahm gegenüber der Vorjahreszählung um 1,9 Prozent auf 10,57 Millionen Tiere zu, teilt der Verband der Fleischwirtschaft mit.

Gegenüber der letzten Zählung im November 2015 nahm der spanische Schweinebestand allerdings um 826.000 Tiere oder 2,9 Prozent ab. Des Weiteren war erstmals seit langem auch die Anzahl der für die Bestandsergänzung wichtigen Sauen rückläufig (minus 33.280 Stück oder 1,4 Prozent auf 2,374 Millionen Tiere). Die Anzahl der gedeckten Muttertiere nahm im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent auf 1,58 Millionen Stück ab. Aufgrund möglicherweise Zurückhaltung bei den Ferkelerzeugern blieben gegenüber dem Vorjahr viele Sauen ungedeckt (6,2 Prozent auf 797.000 Tiere). Der Bestand an noch nicht belegten Jungsauen verringerte sich um 1,1 Prozent auf 248.400 Tiere. (SB)
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