Märkte am Mittag

Spaniens Gerste fehlt Wasser

Die sommerliche Hitze hierzulande kommt von Spanien, wo es besonders im Norden lange nicht geregnet hat. Deshalb befürchtet das Land Ertragseinbußen bei Gerste. Auch sonst ist das Bild in Europa unterschiedlich. In Frankreich werden rund 70 Prozent der Weizen-Bestände als gut bezeichnet, allerdings wird dringend Regen benötigt. In Großbritannien hat es zwar am Wochenende geregnet, aber noch ist das Ausmaß der Trockenschäden nicht genau ermittelt.

Preise
An der Warenterminbörse Matif verbessert sich der Frontmonat auf 166,75 €/t. Der wichtige Dezemberkontrakt für den Hamburger Markt steigt um 1 auf 171,00 €/t.
Raps steht wieder auf der Sonnenseite und notiert in Paris bei 366,00 €/t.
Die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft in Deutschland hat zugenommen. Man will sich jetzt doch vor der Ernte von der Ware trennen. Haben Landwirte in Ostdeutschland Weizen in Hoffnung auf ein belebtes Exportgeschäft zurückgehalten, dürfte jetzt angekommen sein, dass keine größeren Abschlüsse mehr zum Ende des Wirtschaftsjahres 2016/17 erwartet werden. Zudem ist ein Eurokurs gegenüber dem Dollar von 1,11 US-$ nicht gerade attraktiv für deutschen Weizen im Export.
 
Verarbeiter in Ostdeutschland stellen aber auch wegen der optimistischen Ernteaussichten eine größere Abgabebereitschaft von Restbeständen fest. Der Bioethanolhersteller Cropenergies will im laufenden  Geschäftsjahr 2017/18 (März/Februar) mehr Bioethanol produzieren. Diese Aussichten könnten den Bedarf von Gerste, Mais und Weizen aus der Region um das Bioethanolwerk in Zeitz ebenfalls erhöhen. Cropenergies bietet für die neue Ernte Kontraktabschlüsse an. (da)
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