Märkte am Morgen: Ölsaaten

Spannung vor dem Wasde-Report

Sojakomplex: Die Bohne gab am Mittwoch in Chicago minimal nach und schloss bei 9,65 US-$/bushel nahezu unverändert. Sojaschrot verlor 1,30 US-$ auf 314,90 US-$/short ton. Die Ernte in den USA kommt langsamer vorn als in den Vorjahren. Anlass zur Sorge besteht aber nicht. Mit Spannung erwartet wird, ob das USDA heute Korrekturen bei der Erntemenge und den weltweiten Endbeständen vornimmt. Analysten rechnen damit, dass die US-Produktion etwas größer und die weltweiten Endbestände etwas kleiner ausfallen könnten.

Spannend bleibt auch die Frage, wie sich das USDA bei der brasilianischen Sojabohnenernte positioniert. Die staatliche CONAB rechnet mit 106 bis 108 Mio. t, im September-Wasde waren 107 Mio. t ausgewiesen worden. Die Analysten von Celeres sind etwas optimistischer und prognostizieren eine Ernte von 109,8 Mio. t. Die Anbaufläche könnte demnach um 2,5 Prozent auf 34,7 Mio. ha ausgedehnt werden. Einig sind sich alle Experten darin, dass die sehr guten Erträge aus dem Vorjahr nicht wieder erreicht werden. Celeste rechnet mit einem Rückgang von 3,36 auf 3,16 t/ha. Conab ist mit einer Ertragserwartung von 3,075 t noch pessimistischer.

Raps: An der Matif konnte der in zwei Wochen auslaufende Frontmonat November die Talfahrt am Mittwoch stoppen und mit einem Plus von einem Euro bei 365 €/t aus dem Handelstag gehen. Die Gewinne waren jedoch vor allen technisch bedingt. Spätere Termine gaben leicht nach oder notierten unverändert. Canola verlor 1,70 Can-$ auf 493,70 Can-$/t. Erwartungen an eine größere US-Sojaernte trübten die Stimmung.

Die Landwirte in der Ukraine dehnen den Rapsanbau überraschend stark aus. Bis zum 6. Oktober war Winterraps auf 813.000 ha gedrillt worden, das sind 8 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Palmöl: Die Notierungen in Kuala Lumpur gaben gestern noch einmal um 10 Ringgit auf 2.700 MYR/t nach. Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage drehten heute die Stimmung und sorgten für Kursgewinne von 20 Ringgit.

Rohöl: Die feste Grundstimmung hielt auch gestern an. Das Fass Brent verteuerte sich um 33 Cent auf 56,94 US-$. WTI legte um 38 Cent auf 51,30 US-$ zu. Wegen des Columbus Days am Montag werden erst heute die offiziellen wöchentlichen Daten zu den Rohöllagerbeständen in den USA veröffentlicht. Analysten erwarten einen Abbau.

Euro/US-Dollar: Nachdem die Gefahr einer Abspaltung Kataloniens von Spanien gebannt zu sein scheint, erholt sich der Euro weiter und läuft wieder in Richtung 1,19 US-$. Heute Morgen notiert der Euro bei 1,1875 US-$. (SB)
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