Märkte am Mittag

Stabile Erwartungen am Weizenmarkt


Leicht schwächer tendiert der Weizenkurs an der Matif am Freitag im Mittagshandel. Der Fronttermin Januar wird mit 208,25 €/t bewertet, das sind 0,25 €/t weniger als am Vortag. Der folgende März-Kontrakt verliert 0,75 €/t und notiert mit 203 €/t. Raps an der Matif rudert nach den deutlichen Gewinnen des Vortags wieder zurück und wird zum Fronttermin Februar mit 366 €/t bewertet, das ist ein Minus von 1,50 €/t gegenüber Vortag.

Am deutschen Kassamarkt herrscht unterdessen vorweihnachtliche Ruhe. Den Kurssprung bei Raps an der Matif von mehr als 6 €/t am Donnerstag können sich Marktteilnehmer nicht erklären. „Viele sind gestern in Hab-Acht-Stellung gegangen und haben dem Braten nicht getraut“, sagte ein Händler aus dem Nordwesten zu agrarzeitung.de. Davon abgesehen wird das Geschäft mit Raps als ruhig geschrieben. Die Verarbeiter seien über den Jahreswechsel versorgt, heißt es. Im neuen Jahr müsse noch einiges an Raps vermarktet werden, sagen Marktteilnehmer, und zeigen sich zuversichtlich, dass die Ware auch Abnehmer finden wird.

Für den Weizenmarkt sind die Erwartungen am Kassamarkt zunächst stabil. Marktteilnehmer richten sich auf Abrufe aus Exportgeschäften ein. In dieser Woche haben EU-Exporteure Exportlizenzen von mehr als 800.000 t gezogen. Das sei zwar ein stolzes Niveau, heißt es dazu, zum Teil aber sicher auch damit zu erklären, dass in den kommenden zwei Wochen feiertagsbedingt keine neuen Lizenzen gezogen werden können. Am internationalen Markt soll Marokko noch Weizen suchen, heißt es aus Hamburger Marktkreisen. B-Weizen franko Hamburg Basis Januar wird mit einer Prämie von 4 €/t über dem Matif-März-Termin besprochen.

Marktteilnehmer erwarten, dass die Mühlen im Januar noch ein „Versorgungspolster“ haben, für die späteren Termine aber noch kaufen müssen. (pio)
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