Auf rund 738.000 t beziffert der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) die Produktion von Bioethanol in Deutschland im vergangenen Jahr. Damit sei an den in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gelegenen Standorten eine nahezu konstant hohe Menge wie im Jahr zuvor produziert worden.

Der Verbrauch von Bioethanol als Beimischung in Kraftstoffen habe mit 1,2 Mio. t mit einem Plus von 0,2 Prozent leicht über dem Vorjahr gelegen, heißt es in der Mitteilung. Für das laufende Jahr erwartet der BDBe einen weiter zunehmenden Verbrauch. Als Grund dafür nennt er eine Verpflichtung der Kraftstoffunternehmen, den Anteil von Bioethanol ab dem 1.1.2017 von 3,5 auf 4 ,0 Prozent anzuheben.

Als Ausgangsstoffe für die Bioethanolproduktion dienen dem BDBe zufolge Industrierüben, Futtergetreide sowie Reststoffe und andere organische Abfallmaterialien. Etwa ein Drittel davon werde zu Bioethanol verarbeitet. Sonstige pflanzliche Inhaltsstoffe gelangen in Eiweißfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Industrierüben sowie sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie. (jst)
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