Märkte am Mittag

Stabilere Vorgaben vom Terminmarkt

Die Getreidemärkte starten ruhig in die neue Woche. Die westdeutsche Mühlenwirtschaft bekundet bei guter Versorgung und fehlenden Anschlussverkäufen für Mehl nur in Einzelfällen etwas Kaufinteresse für Weizen. Die Quotierungen im Rheinland und auch für Westfalen lagen für April/Juni franko Mühle bei 186,00 bis 187,00 €/t. Das Angebot auf dieser Preisbasis war sehr überschaubar.
 
Die nordwestdeutsche Veredlungswirtschaft hält sich ebenfalls bedeckt. Für kleinere Bedarfskäufe wurden frachtfrei Südoldenburg Geldkurse bzw. Briefkurse von 183,00 und 185,00 €/t genannt.
 
Der Terminmarkt startet etwas fester in die Woche, ausgehend von den Vorgaben aus Chicago. Die Matif legte für Mai am späten Mittag 3,25 €/t auf 188,00 €/t zu. Auch der Frontmonat März konnte sich bis zu 3,00 €/t verbessern. Für den Morgen auslaufenden Märzkontrakt lassen sich im Zuge von Glattstellungen Kurssprünge nicht ausschließen. Die Aktivitäten an der Börse waren überschaubar, möglicherweise warten die Akteure auf neue Impulse vom morgigen USDA-Report.
Der neue Weizenkontrakt No. 3 stößt auf wenig Resonanz. Die Differenzen zwischen Brief- und Geldkursen für Dezember lassen sich nicht überbrücken.
 
Der Rapsmarkt ist weiterhin von kleinem physischen Angebot gekennzeichnet. Trotz der vergleichsweise hohen Preisbasis finden nur wenig Partien den Weg an den Markt. Dabei werden im Westen für April/Juni weiterhin Prämien von 8,00 €/t auf den Niederrhein, sowie von 7,00 €/t auf Hamm und den den Oberrhein geboten.
 
An der Matif profitierte Raps vom festen Dollar. Der Euro findet keinen Halt und ist schon unter 1,09 US-Dollar gefallen. Aber auch die etwas festeren Sojabohnenpreise brachten dem Raps Kursgewinne von bis zu 2,25 €/t für den Mai, der am späten Mittag knapp unter 365 €/t notierte. (St) 
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